Geiselwind
Geiselwinder Berufsbörse stieß auf großes Interesse bei der Jugend
Die nunmehr dritte Ausgabe der Geiselwinder Berufsbörse stieß auf großes Interesse bei den Heranwachsenden und ihren Eltern. 
Foto: Andreas Stöckinger
Die Vertreter der Firmen nutzten die Gelegenheit, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen. 
Foto: Andreas Stöckinger
Geiselwind – Reger Betrieb herrschte bei der dritten Ausbildungsbörse in Geiselwind. Veranstaltet von der Kommunalen Allianz Drei-Franken-Eck, hatten 35 Firmen ihre Stände in der Eventhalle des Autohofs Strohofer aufgebaut, um sich jungen Menschen zu präsentieren und für eine Ausbildung bei sich zu werben. Das zog, denn im Laufe des Spätnachmittags schauten sich viele Jugendliche vorbei und informierten sich.

Regionalmanager Josef Körner als Organisator hatte unter den 35 Betrieben eine große Bandbreite an Sparten aus der Region angelockt. Die Firmen, allesamt mittelständische Betriebe, kamen aus Unter-, Ober- und Mittelfranken. Von Schlüsselfeld über Gremsdorf bei Höchstadt, Markt Bibart bis Wiesentheid oder Kitzingen und darüber hinaus nahmen Firmen an der Veranstaltung teil.

Den Interessenten wurden recht unterschiedliche Berufsfelder geboten. So hatten klassische Handwerksbetriebe wie Schreiner oder Zimmerer ihre Stände. Genauso konnte man sich über Branchen wie Maschinenbau informieren oder über eine Ausbildung als Erzieher, im Pflegebereich wie auch als Bankkaufmann.

Nachwuchsgewinnung wurde schwieriger

Die Unternehmen, meist Mittelständler, nutzten die Möglichkeit, sich dem Nachwuchs zu präsentieren. Das ist für alle Firmen mittlerweile wichtig, um für die Ausbildung bei sich zu werben. "Wir haben noch keine Schwierigkeiten, unsere Lehrstellen zu besetzen. Es ist aber nicht mehr so einfach wie sonst", sagte mit Andreas Loebl einer, der bei der Kitzinger Firma GEA Systems für den Bereich Ausbildung mit zuständig ist. Dort weiß man, dass der persönliche Kontakt zu den jungen Menschen "viel wichtiger ist als online", wie Tanja Zapf meinte. Deswegen nutze man die Möglichkeit in Geiselwind gerne.

Auch aus dem Veranstaltungsort selbst waren Betriebe vor Ort. Doris Müller-Kern oder Stefan Reinlein gaben vor,  die Plattform gerne zu nutzen, um für sich junge Menschen anzusprechen. "Bei uns läuft es oft über Praktika, da nehme ich viele an. Aktuell haben wir vier Auszubildende, die über diese Schiene zu uns stießen. Einen haben wir auch über die Berufsbörse gewonnen", erläuterte Doris Müller-Kern. Ähnliches bestätigt Stefan Reinlein. Er nennt den großen Einzugsbereich als Vorteil, aus dem die Interessenten bei der Börse kommen.

Bürgermeister übt Kritik am ÖPNV

Für die Jugendlichen ist die Berufsbörse eine gute Orientierung. "Ich weiß es noch nicht, was ich nach der Schule machen werde. Das hier hilft einem schon weiter, da war schon was dabei, was ich mir vorstellen könnte", sagte die 17-jährige Anna. Sie hatte im Internet von der Veranstaltung gelesen und war mit einer Freundin dort.

Zur Börse begrüßte Geiselwinds Bürgermeister mit Armin Luther und Johannes Krapp auch seine Kollegen aus Burghaslach und Schlüsselfeld. Sie zeigten sich recht vom Veranstaltungsort, ebenso von den Präsentationen der Firmen. Ein generelles Problem sprach Geiselwinds Bürgermeister Nickel an, das sei der öffentliche Nahverkehr. Von Geiselwind komme man zwar mittlerweile einigermaßen nach Würzburg. Eine Fahrt per Bus nach Bamberg oder Neustadt/Aisch sei dagegen sehr umständlich, trotz geringerer Entfernung.