Kitzingen
Wo der Kreis 2023 Straßen auf Vordermann bringen will
"Achtung Umleitung!" heißt es auch im kommenden Jahr wieder im Landkreis, wenn ein Teil der Kreisstraßen ausgebessert oder ganz erneuert wird.
"Achtung Umleitung!" heißt es auch im kommenden Jahr wieder im Landkreis, wenn ein Teil der Kreisstraßen ausgebessert oder ganz erneuert wird.
Andreas Stöckinger
Kitzingen – Für sein Deckenbauprogramm stellt der Landkreis im kommenden Jahr vermutlich erstmals eine Million Euro zur Verfügung. Die Planung wird dabei immer schwieriger.

Von seinen gut 260 Kreisstraßen-Kilometern hat der Landkreis in diesem Jahr 8,5 Kilometer saniert. Eine neue Deckenschicht gab es auf knapp einem Kilometer für die KT 11 bei Gerlachshausen, 3,2 Kilometer zwischen Kitzingen und Rödelsee (KT 13), die Ortsdurchfahrt von Nordheim auf 880 Metern (KT 29) sowie 1,5 Kilometer zwischen Öttershausen und Gaibach (KT 35). Dazu kamen 140 Meter in Krautheim (KT 37), 1,5 Kilometer zwischen Järkendorf und Brünnau (KT 39) sowie 240 Meter zwischen Gerlachshausen und Sommerach (KT 57 und KT 11).

Im kommenden Jahr sind diese Maßnahmen geplant: Ortsdurchfahrt Dornheim (KT 3), Ortsdurchfahrt Kleinlangheim (KT 11), Ortsdurchfahrt Gnodstadt (KT 18), ein Teilstück zwischen Wiesentheid und Untersambach (KT 24), Ortsdurchfahrt Volkach (KT 34) sowie die KT 52 von der B 13 bis zur Landkreisgrenze Neustadt/Aisch.

Wenn die Kosten schwer planbar sind

Auf der Dringlichkeitsliste stehen zudem: Die "Frankenstraße" in Sommerach (KT 57), die KT 10 von Reupelsdorf nach Wiesentheid bis zur Kreuzung KT 45, die KT 36 von Volkach nach Rimbach sowie die KT 31 in der Ortsdurchfahrt Escherndorf und die KT 11 in der Ortsdurchfahrt Münsterschwarzach. Hier gibt es noch keinen Zeitplan bzw. was alles gemacht werden kann, hängt letztlich auch von den Kosten ab, die sich bei den Ausschreibungen ergeben – was in der aktuellen wirtschaftlichen Lage schwer vorhersehbar sei, so die Ausführungen der Verwaltung in der Sitzungsvorlage des Verkehrsausschusses im Landratsamt.

Weil es beim Deckenbau im Grunde immer Bedarf gibt und die jährlich 500.000 Euro im Grunde nie ausreichen, sollte ab kommenden Jahr ein neuer Rhythmus eingeführt werden: Alle zwei Jahre sollen statt der halben Million Euro genau eine Million zur Verfügung stehen. Die Verwaltung hatte dem Gremium vorgeschlagen, damit noch etwas zu warten und "aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage" erst ab 2025 den Millionenbetrag erstmals einzuführen. Momentan gebe es einfach viele Verschiebungen und Unwägbarkeiten, so die Begründung. 

Bei dem Gremium kam dieser Plan gar nicht gut an. "Genehmigt ist genehmigt" lautete der allgemeine Tenor. Bis auf zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, an der Million im kommenden Jahr möglichst festzuhalten. Die bereits geplanten Projekte für 500.000 Euro können damit zum einen angegangen werden. Zum anderen soll für weitere 500.000 Euro geschaut werden, was machbar und umsetzbar ist.

Eisern Ansparen für den Schwanberg

Beim Ausbauprogramm, also der völligen Erneuerung, gibt es für kommendes Jahr diesen Plan: Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt von Birklingen ist der Landkreis beim Geh- und Radwegausbau mit im Boot. Geschätzt entstehen hier Kosten von 350.000 Euro.

Auf 2,7 Millionen Euro beläuft sich der Bau einer Stahlbetonbrücke über den Schweißbach bei Holzberndorf (KT 49), im kommenden Jahr stehen dafür 860.000 Euro bereit. Zudem werden 2023 insgesamt 1,5 Millionen Euro eisern angespart, um ab 2024 mit dem Ausbau der Straße zum Schwanberg beginnen zu können. Diese nunmehr dritte Rate nach 2021 und 2022 sorgt dafür, dass für den ersten Bauabschnitt dann insgesamt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen, um aus der Holperpiste auf den Schwanberg wieder eine ordentliche Straße zu machen.