Atemschutz nötig
Spektakuläre Rettung: Kalb landet in Güllegrube
Rund 90 Minuten dauerte der Feuerwehreinsatz.
Rund 90 Minuten dauerte der Feuerwehreinsatz.
Foto: Feuerwehr Kronach
Reuth – Ein Kalb versetzte Weißenbrunn in Aufruhr. Es landete durch eine Bodenöffnung in einer Güllegrube und konnte sich nicht mehr retten.

Wie das Tier dort gelandet war, ist bislang noch nicht bekannt. Normalerweise ist die Grube auf einem Landwirtschaftlichen Betrieb in Reuth, Gemeinde Weißenbrunn, durch ein Gitter gesichert. Das 80 mal 80 Zentimeter große Gitter muss also zur Seite bewegt worden sein, vielleicht sogar durch das Kalb selbst, in dem es drauf stieg, vermutet Kreisbrandmeister Markus Reischl.

Als das Kalb dann in der Jauche landete, konnte es sich nicht mehr selbst befreien. Die Feuerwehren aus Reuth, Kronach und Küps rückten mit jeweiliger Spezialausrüstung an, um das Tier aus der Grube zu befreien. Reischl alarmierte zusätzlich noch das Technische Hilfswerk, falls das Tier nicht durch die Luke hätte befreit werden können.

Mit Hilfe eines Stricks wurde das Kalb eingefangen.
Mit Hilfe eines Stricks wurde das Kalb eingefangen.
Foto: Feuerwehr Kronach

Rettung mit Hilfe eines Flaschenzuges

Zwei der Einsatzkräfte hatten das große Los gezogen und durften mit Atemschutzmaske und Schutzanzug in die Grube steigen, in der die Jauche 50 bis 60 Zentimeter stand. Nun galt es das Tier in der weitläufigeren Grube in Richtung Öffnung zu treiben, von oben mit einem Strick zu sichern und einem speziellen Gurt und Flaschenzug aus der Grube zu retten.

Die gesamte Situation versetzte das Tier in Aufregung, weshalb es einem der Einsatzkräfte in der Grube einen Tritt verpasste und diesen dann so zu einem Bad in der Güllegrube schickte.

Mensch und Tier blieben unverletzt

Das Jungtier konnte aber ohne Verletzungen mit Stroh trocken gerieben und in den Stall gebracht werden. Der Feuerwehrmann zog sich durch den Tritt keine Verletzungen zu.

Wohlbehalten konnte das Jungtier in den Stall zurückgebracht werden.
Wohlbehalten konnte das Jungtier in den Stall zurückgebracht werden.
Foto: Feuerwehr Kronach

30 bis 35 Einsatzkräfte waren 90 Minuten lang vor Ort, um den Einsatz zu planen, vorzubereiten und schließlich durchzuführen.