Kommentar
Wie eine Handvoll Verantwortungslose allen schadet
Eine Gruppe junger Leute hat es sich am Karfreitag mit Wasserpfeife und Campingstühlen auf einem Parkplatz in Kronach gemütlich gemacht.
Eine Gruppe junger Leute hat es sich am Karfreitag mit Wasserpfeife und Campingstühlen auf einem Parkplatz in Kronach gemütlich gemacht.
Foto: Soeren Stache/dpa
Kronach – Während die Infektionszahlen weiter steigen, raucht eine Gruppe junger Leute gemeinsam aus einem Shisha-Schlauch. Damit schaden sie allen.

Mit einem Inzidenzwert von 353,6 (Stand: 7. April 2021) liegt der Landkreis Kronach deutschlandweit auf Platz 3. Aufgrund der großen Zahl an Corona-Kontaktpersonen und der hochinfektiösen britischen Mutation ist eine kurzfristige Besserung nicht in Sicht.

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Die Lage ist akut, doch wie das jüngste Beispiel zeigt, hat noch immer nicht jeder ihren Ernst erkannt. Da geht es nicht um Freunde, die sich am Gartenzaun oder auf einem Parkplatz treffen und unter Einhaltung des Mindestabstands mal ein paar Minuten plaudern. Sondern um eine Handvoll Verantwortungsloser, die so tut, als wäre Vatertag und als würde es das Virus nicht geben. Sieben Mann wetzen binnen weniger Minuten ihre Lippen an ein und demselben Shisha-Schlauch und wenn es blöd läuft, gibt es ein paar Tage später wieder zehn Infizierte mehr.

Es ist sinnlos, mit Menschen zu diskutieren, die noch immer behaupten, das Corona-Virus sei nur eine Erfindung der Regierung, um ihnen den Tag zu versauen oder mit denjenigen, die glauben, Kronach hat deshalb einen so hohen Inzidenzwert, weil "so viele Idioten sinnlos zum Testen rennen" (Zitat aus einem Facebook-Kommentar). Stattdessen zeigen sie mit dem Finger auf diejenigen, die solche Verstöße melden.

Doch auch diesen Personen sollte zumindest klar sein, dass Geschäfte und Gaststätten erst dann wieder öffnen, wenn die Infektionszahlen hier sinken. Doch mit ihrem arglosen Verhalten gefährden sie nicht nur das Leben anderer. Sie erreichen auch genau das Gegenteil von dem, was sie und wir alle wollen.

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