Aus dem Tierheim
Adoptivfamilie für scheue Katzenkinder gesucht
Katze Yolanda sucht wie ihre Geschwister ein neues Zuhause.
Katze Yolanda sucht wie ihre Geschwister ein neues Zuhause.
Foto: Tierhehim Kronach
Kronach – Drei Katzengeschwister suchen ein neues Zuhause. Die drei wildenen Kätzchen brauchen eine erfahrene Hand.

Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass trotz seit Jahrzehnten durchgeführten Kastrationen von wild lebenden Katzen immer noch viel zu viele unerwünschte Babys zur Welt kommen. Oft wandern unkastrierte Neulinge auf Bauernhöfen oder in Dörfern zu und bleiben, wo sie etwas Futter und einen Unterschlupf finden. Die vielen halbwild lebenden Katzen können nichts für ihr Dasein, dafür sind nur wir Menschen verantwortlich. Dieses Problem ist hausgemacht und den Menschen zu verdanken, die trotz dringender Appelle es nicht für nötig halten, ihre Katzen bzw. Kater zu kastrieren.

Besonders schlimm ist es für die Babys, die nirgends gern gesehen werden. Wann immer möglich, werden diese eingefangen und dem Tierheim übergeben. Und hier sitzen sie nun, ohne wirklich eine Vermittlungschance zu haben. Denn da die Kleinen meist halb wild und ohne Kontakt zu Menschen aufgewachsen sind, haben sie das Misstrauen zu den Menschen quasi schon mit der Muttermilch aufgesogen. Anstatt niedlicher kleiner Schmusekätzchen sind die Tierheimmitarbeiter dann mit kleinen Furien konfrontiert, die sich nur verstecken, ausreißen, fauchen und auch durchaus kratzen und beißen würden, wenn man sie gegen ihren Willen anfasst.

Gerade im Moment sind im Tierheim wieder drei dieser kleinen scheuen "Kratzbürstchen". Yedi (männlich, grau getigert) und seine Schwestern Yolanda (grau getigert) und Yoyo (schwarz) verstecken sich mit Vorliebe in einer Katzenhöhle oder auf dem allerhöchsten Liegebrettchen, schauen ganz ängstlich mit weit aufgerissenen Augen und nehmen sofort Reißaus, wenn man sich auch nur vorsichtig nähern möchte.

Kater Yedi
Kater Yedi
Foto: Tierheim Kronach

Da sie jedoch noch nicht so alt sind, besteht durchaus noch die Chance, dass sie mit der Zeit zahm werden, wenn sie nur gute Erfahrungen mit Menschen machen.

Hierfür sucht das Tierheim nun ganz besondere Menschen. Wer sich eine Katze wünscht, mit der er sofort schmusen kann, ist nicht geeignet. Viel Geduld, Verständnis und Liebe sind eine unerlässliche Voraussetzung für die "Resozialisierung" der kleinen Wildfänge. Man sollte bereit sein, die Katze anzunehmen, wie sie ist, und anfangs nicht zu hohe Ansprüche stellen. Im Moment kann man Yedi, Yolanda und Yoyo noch nicht mit bloßer Hand anfassen. Sie reißen aus, fauchen wie die kleinen Teufel und würden auch beißen, wenn man sie in die Enge drängt. Für Kinder sind sie daher keine Spielgefährten.

Ideal wäre es, wenn im neuen Zuhause bereits eine weitere freundliche Katze leben würde, denn die kleinen Faucherle sind sehr verträglich und kuscheln gern mit ihren Artgenossen. So ganz allein erscheint ihnen eine neue Umgebung noch bedrohlicher als ohnehin schon und eine souveräne Zweitkatze könnte ihnen Sicherheit geben.

Katze Yolo
Katze Yolo
Foto: Tierheim Kronach

Schön wäre es auch, wenn sie nach einer ausreichenden Eingewöhnungszeit auch wieder Freigang haben könnten. Yedi, Yolanda und Yoyo wären auch bestens für das Leben auf einem Bauern- oder Reiterhof geeignet. Und da sie schon kastriert sind, kann es auch keinen neuen Nachwuchs geben.

Weil die meisten Menschen einen Schmuse-Stubentiger adoptieren möchten, haben die drei sehr schlechte Karten. Trotzdem möchten sie nicht für immer im Tierheim bleiben. Daher die Frage: Welche erfahrenen Katzenmamis und -papis möchten sich der Herausforderung stellen und den kleinen Wildfängen zeigen, dass das Zusammenleben mit uns Menschen auch viele Vorteile hat? Die scheuen kleinen Katzenkinder bräuchten so dringend die Chance auf ein glückliches Katzenleben. Interessierte können sich unter 09261/20111 melden.