Unterhaltung
Hase Primel erobert alle Kinderherzen
Nach langer Abstinenz statteten die ersten beiden Jahrgangsstufen der Teuschnitzer Schule der „Bibliothek im Alten Torhaus“ wieder einen Besuch ab.
Nach langer Abstinenz statteten die ersten beiden Jahrgangsstufen der Teuschnitzer Schule der „Bibliothek im Alten Torhaus“ wieder einen Besuch ab.
Foto: Heike Schülein
Teuschnitz – Die Kinder der Teuschnitzer Schule besuchten die Bibliothek im Alten Torhaus. Sie freuten sich über eine Geschichte und eine Bastelaktion.

„Pfrecklich“ ist das! Immer, wenn der Hase Primel „sch“ sagen möchte, kommt nur „pf“ heraus, weil seine Zähne etwas zu weit auseinander stehen. Und wer kann schon ein Langohr mit Zahnlücke leiden, der dazu noch lispelt? Anfangs versucht der Möhrenknabberer noch, seine großen Hasenzähne zu verstecken; vergeblich! Zum Glück hat er Freunde wie Balduin und Charlotte – und die mögen Primel genau so wie er ist.

Nach langer Abstinenz statteten die Jungen und Mädchen der ersten und zweiten Jahrgangsstufe – unter Einhaltung der Coronaregeln – der Bibliothek in Teuschnitz wieder einen Besuch ab. Im Mittelpunkt stand die herzerwärmende Geschichte von Marliese Arold über den Hasen Primel, der stets gut gelaunt jeden Tag seine Möhren knabbert. Bei einem Spaziergang an einem schönen Sommertag begegnet er einem Igel, der ihn wegen seiner vorstehenden Zähne und seines Lispelns auslacht. Seitdem versucht das Schlappohr, seine Zähne zu verstecken, und möchte nie mehr sprachen. Bis er der lieben Häsin „Pfarlotte“ begegnet – mit zwei unterschiedlich langen Ohren und „Augen so grün wie Tümpelwasser im Sommer“.

Lesung sorgte für fröhliche Kinderaugen

Die ehrenamtliche Bücherei-Mitarbeiterin Irene Goihl las das niedliche Bilderbuch vor, während ihre Kollegin Ellen Zapf die dazugehörigen Buchseiten mit den wunderbaren Bildern von Annet Rudolph in die Höhe hob. Immer wieder zogen die beiden dabei die Jungen und Mädchen, die es sich auf den Sitzkissen in der Kinderecke gemütlich gemacht hatten, in die Erlebnisse des liebenswerten Mümmelmanns mit der zugegebenermaßen schon etwas seltsam klingenden Aussprache ein.

Die sehr aufmerksamen Kinder der Kombi-Klassen 1K2a mit ihrer Lehrerin Kathrin Eberle sowie im Anschluss der 1K2b mit ihrer Lehrerin Andrea Hofmann lachten sich dann auch fast schlapp über die vielen lustig verdrehten Wörter des liebenswert verträumten Mümmelmanns.

Irene Goihl las vor, während ihre Kollegin Ellen Zapf die dazugehörigen Buchseiten mit den wunderbaren Bildern von Annet Rudolph in die Höhe hob.
Irene Goihl las vor, während ihre Kollegin Ellen Zapf die dazugehörigen Buchseiten mit den wunderbaren Bildern von Annet Rudolph in die Höhe hob.
Foto: Heike Schülein

In dem einfühlsam geschriebenen Buch gerade auch für Kinder, die vielleicht selbst mit dem einen oder anderen Problem zu kämpfen haben, erkennt Primel schließlich, was wirkliche Freundschaft bedeutet und dass dies nichts mit dem Aussehen zu tun hat. Dies war zugleich auch Botschaft der hinreißenden kleinen Geschichte, denn wie brachte es Hoppels treuer Freund, der Raupenmann Balduin, so treffend auf den Punkt: „Wenn man jemanden mag, kommt es nicht darauf an, wie derjenige aussieht!“.

Auch Irene Goihl schloss sich dem an: „Es wäre ja auch nicht schön, wenn wir alle gleich aussehen würden.“

In einer gemeinsamen Aktion bastelten die Kinder anschließend mit ihrer jeweiligen Klassenleiterin sowie den beiden Mitarbeiterinnen die Raupe Balduin. Im Handumdrehen entstanden jede Menge bunte Larven – eine putziger anzuschauen als die andere. Nach getaner Arbeit ging es für die kleinen Leseratten zum gemütlichen Teil über; wobei diese geradezu die Regale mit Büchern stürmten. Ihre Freude war offensichtlich: Die Jungen und Mädchen ließen sich in den gemütlichen Sitzecken auf dem Boden oder auch Lesesesseln nieder und schmökerten sich durch die neusten Bücher. Am Ende war es wieder mal ein rundum gelungener Besuch mit einem toll vorbereiteten Programm. Die Vorfreude auf das nächste Mal ist groß.