Tierheim
Hoppel ist ein echter Hingucker
Der etwa zwei Jahre alte kastrierte Stallhase Hoppel sucht ein neues Zuhause.
Der etwa zwei Jahre alte kastrierte Stallhase Hoppel sucht ein neues Zuhause.
Foto: Tierheim Kronach
Kronach – Der zweijährige Stallhase Hoppel hat genug vom Leben im Tierheim. Er freut sich auf einen Neuanfang in einer netten Familie.

Mit seinen lustigen schwarzen Flecken ist Hoppel ohne Zweifel ein Hingucker. Der etwa zwei Jahre alte Hasenmann ist bildschön, kerngesund und strotzt nur so vor Lebensfreude. Im Kronacher Tierheim sitzt er bereits seit Wochen auf gepackten Köfferchen und wartet freudig auf einen Neuanfang in einer netten Familie – leider bisher jedoch vergeblich.

Hoppels Manko, wenn man es denn so nennen mag, ist seine Größe. Er ist eben kein niedliches kleines Zwergkaninchen, sondern ein ausgewachsener Stallhase.

Zwar ist er bei weitem nicht der größte Vertreter seiner Gattung, aber eben doch deutlich größer als seine kleinen Verwandten. Und genau das ist das Problem. Denn die meisten zukünftigen Kaninchenbesitzer winken sofort ab, wenn man das Wort Stallhase in den Mund nimmt. Den meisten sind diese gestandenen Mümmelmänner zu groß, da sie mehr Platz brauchen, und einfach als nicht so putzig angesehen werden.

Dabei ist die Größe eigentlich nicht ganz so ausschlaggebend, denn auch Zwergkaninchen brauchen viel Platz. Nur ist es leider oft so, dass die bedauernswerten Zwerge in viel zu kleinen Käfigen gehalten werden – in der irrigen Annahme, eine kleine Fläche wäre ausreichend. Aber auch Zwergkaninchen wollen springen und hoppeln, genauso wie Stallhasen.

Neugierig und gutmütig

„Und so suchen wir für unseren freundlichen, neugierigen und gutmütigen Hoppel die Nadel im Heuhaufen, also ein Zuhause mit viel Platz und einem großen Herz für Stallhasen“, so Katrin Meserth vom Kronacher Tierschutzverein.

„Wir möchten, dass er nach Herzenslust springen, buddeln und herumhoppeln kann und nicht gleich nach einem Hüpfer schon wieder an der nächsten Wand anstößt.“ Immerhin trage er seinen Namen zu Recht: „Hoppel ist fröhlich, voller Energie und möchte das Leben genießen!“

Zu zweit geht so etwas aber natürlich noch besser als allein, denn Einzelhaltung für Kaninchen ist Tierquälerei – egal welcher Größe. Da sich Rammler untereinander meist nicht vertragen, haben die Mitarbeiter des Tierheims Hoppel kastrieren lassen, damit er ohne Angst vor unerwünschtem Nachwuchs mit einem netten Weibchen vergesellschaftet werden kann.

Gerne auch mit Partnerin

Wer also ein schönes, großes und interessant mit Häuschen, Röhren und Ästen eingerichtetes Gehege zu Hause hat, in dem eine einsame Stallhasen-Dame auf einen neuen Partner wartet, wäre Hoppel vielleicht genau der richtige Kandidat. Denn am liebsten würde er gemeinsam mit einer feschen Freundin in ein neues Leben hoppeln.