Nach Kreuzimpfungen
Doch keine dritte Impfung im Landkreis Kronach
Im Landkreis Kronach bleibt es bei zwei Impfungen pro Person.
Im Landkreis Kronach bleibt es bei zwei Impfungen pro Person.
Foto: Symbolfoto: Friso Gentsch/dpa
Kronach – Das Kronacher Impfzentrum hatte für einige Impflinge einen dritten Impftermin vergeben. Nun meldet sich das bayerische Gesundheitsministerium zu Wort.

In der Diskussion um einen potenziellen dritten Impftermin als Folge einer mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) durchgeführten Zweitimpfung auf dem bei der Erstimpfung verwendeten Impfstoff von Astrazeneca hat das Kronacher Impfzentrum nun Antwort aus dem bayerischen Gesundheitsministerium erhalten.

Lesen Sie die Vorgeschichte:

Vergabe eines dritten Termins nicht zulässig

Wie das Landratsamt Kronach mitteilte, sei demnach die Vergabe eines dritten Impftermins an Personen, die nach Erhalt zweier Impfdosen als vollständig geimpft gelten, nicht zulässig und widerspreche den Vorgaben der Corona-Impfschutzverordnung für ein vollständiges Impfschema, welches wiederum den Empfehlungen der Stiko zu entsprechen habe.

„Dies gilt auch für eine Drittimpfung nach heterologer Impfung. Derzeit liegt keine Empfehlung der Stiko für eine zeitnahe dritte Impfung nach heterologer Impfung vor“, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit.

Bei einer heterologen Impfung handelt es sich um die bei Erst- und Zweitimpfung verwendeten Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller.

Termine wurden abgesagt

Die ärztliche Leitung des Kronacher Impfzentrums hatte einen dritten Impftermin ins Spiel gebracht mit dem Verweis auf die Herstellerangaben und den damit verbundenen Wirkungsgrad einer Impfserie. Aufgrund der Antwort aus dem Gesundheitsministerium besteht nun allerdings Klarheit, so dass auf eine Drittimpfung verzichtet wird und die bislang vorsorglich vergebenen Termine wieder abgesagt werden.