Corona-Regeln
So bekommen Senioren endlich wieder Besuch
Auch die Senioreneinrichtung in Wallenfels musste einen Ausbruch verkraften.
Auch die Senioreneinrichtung in Wallenfels musste einen Ausbruch verkraften.
Foto: Bastian Sünkel
Kronach – Ein Jahr hat das Auf und Zu in den Einrichtungen der Wohlfahrsverbände angedauert. Das müssen Besucher wissen, die ihre Angehörigen besuchen wollen.

Für Cornelia Thron war es vor allem der Anblick der leeren Gänge, der sie bis zum heutigen Tag erschaudern lässt. Nie wäre es für die Caritas-Geschäftsführerin vorstellbar gewesen, dass das Leben im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth hinter verschlossenen Türen stattfindet. „Als ich den ersten Bewohner mit seinem Besuch gesehen habe, wie sie zusammen Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt haben, wären mir fast die Tränen gekommen“, sagt sie.

Die Wiedereröffnung für Besucher sei für die Caritas und alle Wohlfahrtsverbände im Landkreis Kronach der erste Schritt Richtung Normalität, erklärt Geschäftsführerin Thron am Telefon. Für ihre Einrichtung und denen der Lebenshilfe, des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), der Diakonie, des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und der privaten Altenpflegeheime der Familie Backer in Küps und Stockheim beginnen damit bessere Zeiten.

Ein Jahre Besuchsbeschränkung

Je nach Corona-Ausbruchsgeschehen und Inzidenzwert hatten die Wohn- und Pflegeanlagen im vergangenen Jahr ganz oder teilweise geschlossen. Bis vergangenen Samstag waren Zimmerbesuche tabu. „Jedes Heim kann je nach den örtlichen Gegebenheiten nun öffnen“, sagt Cornelia Thron.

Das heißt, dass sich vor allem die Öffnungszeiten für den Besuchsverkehr unterscheiden. Ansonsten können sich Geimpfte, Getestete und Genesene für einen Besuch in der jeweiligen Einrichtung anmelden. Auch Therapeuten und andere Dienstleister dürfen die Bewohner nun wieder mit Termin besuchen.

Senioren treffen ihre Angehörigen

„Das ist ein Riesengeschenk für uns und unsere Bewohner“, sagt Cornelia Thron. Die Pflegeverbände haben in ihrer allwöchentlichen Dienstagskonferenz vereinbart, die Öffnung nach einer kurzen Testphase bekannt zu geben. Allein die Einrichtung „Leben am Rosenberg“ muss sich noch etwas gedulden, bis auch die Frankenwaldklinik neue Besuchsregeln bekannt gibt, weil sie Teil des Komplexes ist.

Auch in den Einrichtungen gelten weiterhin die üblichen Abstands- und Maskenregeln, sagt die Caritas-Geschäftsführerin. Doch das Leben der Besucher und der Angehörigen soll sich wieder der Normalität aus Zeiten vor der Pandemie annähern. „Das waren lange Strecken, dass gar kein Besuch ins Haus durfte“, sagt sie.