Theater
Mit Lust und Leidenschaft
Furchtbar launisch: Stiefschwester und Stiefmutter setzen Aschenputtel ganz schön zu.
Furchtbar launisch: Stiefschwester und Stiefmutter setzen Aschenputtel ganz schön zu.
Foto: Matthias Hoch
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Kronach – Trotz mancher Turbulenzen sind die Verantwortlichen mit dem Verlauf der Rosenberg-Festspiele zufrieden.

Mit einer Aufführung des Klassikers „Maria Stuart“ sind am Sonntag die Rosenberg-Festspiele 2022 zu Ende gegangen. Die Veranstalter haben bereits eine erste Bilanz gezogen.

Insgesamt 33 Mal wirbelte ein modernes Aschenputtel über die Bühne, bekämpften sich zwei starke Frauenfiguren in Friedrich Schillers Schauspiel und jagten ehrgeizige Medienvertreter vermeintlichen Tagebüchern Adolf Hitlers in der Komödie „Schtonk!“ hinterher.

In die Herzen der Zuschauer gespielt

Mit Lust und Leidenschaft spielte sich das neunköpfige Profi-Ensemble auf neuer Bühne in die Herzen der Zuschauer und ließ diese – ein Novum bei den Festspielen – auch Teil des Theatergeschehens werden, indem sie per Wahl entscheiden durften, wer der beiden Darstellerinnen die Maria Stuart spielen und letztlich den Bühnentod erleiden sollte.

Zahlreiche Schulaufführungen und eine Abendvorstellung des Kinderstücks gehörten ebenso zum Programm wie eine Nachtvorstellung der Maria Stuart.

Bürgermeisterin ist voll des Lobes

Allerdings hatten die Rosenberg-Festspiele wie viele andere Theater mit so mancher Turbulenz zu kämpfen. So mussten mehrere Aufführungen krankheitsbedingt ersatzlos gestrichen werden, weitere konnten nur mit terminlichen Verschiebungen, Umbesetzungen sowie Ersatzakteuren gestemmt werden.

Für die Bewältigung dieser logistischen Herausforderung unter enormem Zeitdruck, sei es das Einstudieren von Rollen quasi über Nacht, das Zusammenspiel mit den neuen Kollegen oder die kurzfristige Abwicklung von Kartenumbuchungen und -rückgaben, bedankte sich Bürgermeisterin Angela Hofmann ganz herzlich bei allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne.

Eine herausragende Teamleistung habe es ermöglicht, dass die Festspiele trotz dieser Hürden viele Zuschauer begeistern konnten.

12.300 Besucher

Insgesamt verzeichneten die Rosenberg-Festspiele 12.300 Besucher. 1400 Tickets mussten der geschilderten Umstände wegen storniert werden. Dazu gehörten auch mehr als 200 Karten, die eine Grundschule aus der Umgebung nicht einlösen konnte, da sich aufgrund von Personalmangel oberfrankenweit kein Busunternehmen für die Fahrt nach Kronach organisieren ließ.

All diese Umstände, da sind sich die beiden Hauptverantwortlichen, Geschäftsführerin Kerstin Löw und künstlerische Leiterin Anja Dechant-Sundby, einig, werden die Theaterarbeit auch in nächster Zeit begleiten.

Im Moment sind sie dabei, ein Weihnachtsstück für die Adventszeit vorzubereiten und natürlich alle Weichen für das Programm der Rosenberg-Festspiele 2023 zu stellen.

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