Ausstellung
Renommierte Künstlerin auf Heimatbesuch
Die Performance „Anni and the Feline“ hat Judith Raum als Hommage an die Bauhaus-Textildesignerin Otti Berger während des Bauhaus-Festivals 2021 in Dessau gezeigt. Demnächst wird die Künstlerin in Kronach sein.
Die Performance „Anni and the Feline“ hat Judith Raum als Hommage an die Bauhaus-Textildesignerin Otti Berger während des Bauhaus-Festivals 2021 in Dessau gezeigt. Demnächst wird die Künstlerin in Kronach sein.
Foto: Thomas Meyer
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Kronach – Judith Raum ist zu Gast beim Kronacher Kunstverein − ihre Wurzeln liegen in der Lucas-Cranach-Stadt. Dort zeigt sie unter dem Titel „Vom Archiv zum Atelier“ einige Arbeiten.

Die aus Kronach stammende und international bekannte Künstlerin Judith Raum ist zu Gast im Kronacher Kunstverein. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, zeigt sie unter dem Titel „Vom Archiv zum Atelier“ aktuelle Arbeiten zu den Stoffentwürfen der Bauhaus-Weberin Otti Berger und spricht über ihre eigene Arbeitsweise.

Raum ist Jahrgang 1977 gehört zu denjenigen, die den Sprung in die internationale Kunstszene geschafft haben. Sie lehrt an deutschen und internationalen Hochschulen und hat sich nicht zuletzt mit ihrer Forschungsarbeit und ihrem künstlerischen Schaffen rund um die Textilwerkstatt am Bauhaus einiges an Beachtung verschafft.

Große Installationen für Museen

Seit 2017 beschäftigt sie sich intensiv − zum Teil in enger Kooperation mit Textildesignern − mit dem Werk der Bauhaus-Gestalterin Otti Berger. Diese ist 1898 in Österreich-Ungarn geboren, und 1944 Vernichtungslager von Auschwitz gestorben. Für mehrere Museen entstanden großformatige Installationen, für die Judith Raum auch Neuwebungen wichtiger aber zugleich weitgehend unbekannter Stoffentwürfe des Bauhauses entwickelte.

Ihre Videos und Performances zu Bergers Werk waren von 2019 bis 2021 u.a. im Museum of Modern Art in New York City, an den Harvard Art Museums sowie am Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe zu sehen.

Ein Künstlerleben in Berlin

Für die Ausstellung „The Event of a Thread.Global Narrative in Textiles“ entstand 2017 die Installation „Bauhaus Space“ mit begleitender Publikation. Judith Raum lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Berlin. Neben ihrem Kunststudium an der Städelschule Frankfurt/Main und der Cooper-Union New York City schloss sie ein Magisterstudium der Philosophie, Kunstgeschichte und Psychoanalyse ab. Forschende Befragung ist Basis ihrer künstlerischen Praxis.

Raums Installationen, Videoarbeiten und ihre sogenannten Lecture-Performances basieren auf detaillierter Archiv-Recherche und der Auseinandersetzung mit wirtschaftsgeschichtlichen und philosophischen Fragestellungen. Unter anderem ist die deutsche und französische Kolonialgeschichte, etwa in Auftragsarbeiten für das Haus der Kulturen der Welt oder die Villa Romana Florenz, Thema ihrer Arbeiten.

Die Veranstaltung „Vom Archiv zum Atelier“ mit Judith Raum findet am Sonntag, 13. November, um 17 Uhr in der Siechenangerstraße 13 statt. Der Eintritt ist frei.

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