Kammermusik
Im Rausch der tiefen Streicher
Das Trio „Corda Profonda“ – (v.l.) Renate Kubisch, Dietmar Engels und Zhuo Lu.
Das Trio „Corda Profonda“ – (v.l.) Renate Kubisch, Dietmar Engels und Zhuo Lu.
Landestheaters Coburg
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Kronach – Im Kronacher Kreiskulturraum begibt sich das Ensemble „Corda Profonda“ unter dem Motto „Im Rausch der Tiefe“ auf eine musikalische Reise für Viola, Violoncello und Kontrabass durch verschiedene Musikepochen.

Der von Kronach creativ getragene Musikring der Volkshochschule (VHS) begrüßt am Samstag, 14. Januar um 19.30 Uhr das neue Jahr mit Kammermusik im Kreiskulturraum.

Wie aus einer Pressemitteilung der Veranstalter hervorgeht, musizieren die Musiker des Trios seit langem gemeinsam im Philharmonischen Orchester des Landestheaters Coburg. Sie verbindet eine Vorliebe für musikalische Erkundungen abseits bekannter Pfade, so dass es schon oft zu kammermusikalischen Begegnungen in unterschiedlichsten Besetzungen kam.

Die Idee für das aktuelle Projekt „Im Rausch der Tiefe“ bestand darin, Kammermusik für tiefe Streichinstrumente ohne die hohe Violinlage zu finden. Das Trio präsentiert eine spannende Mischung frühklassischer Werke, die sich mit modernen Klängen aus Minimal Music und Tango wirkungsvoll verbinden.

Musik für tiefe Streicher

Das Trio „Corda Profonda“ hat auch Stücke vom Spätbarock über Frühklassik und Romantik bis hin zu zeitgenössischem Tango im Repertoire. Im Konzert wird ein Barockstück von Michael Kirsten gespielt, einem Zeitgenossen von Johann Sebastian Bach, mit Anklängen an ein Gambenconsort. Von Leopold Hoffmann und Anton Albrechtsberger erklingen zwei Werke der Wiener Frühklassik, bevor sich das Streichquartett als Standardbesetzung der Wiener Hochklassik herauskristallisierte.

Von Reinhold Glière, einem im späten 19. Jahrhundert in Kiew geborenen Komponisten, spielt das Ensemble eine Suite verschiedener Tänze, die einen ukrainischen Volksliedcharakter haben. Vom zeitgenössischen amerikanischen Kontrabassisten Glenn Stallcop kommt das Stück „Fuego“ zur Aufführung, das die Geschäftigkeit der Menschen in der heutigen Zeit thematisiert.

Das Konzert schließt mit Musik von Astor Piazzolla, dem „König des Tangos“ sowie einem eigens für „Corda Profonda“ komponierten Stück: Das Werk „El Aleph“ des zeitgenössischen argentinischen Komponisten Juan Esteban Cuacci wurde kürzlich erst von den drei Streichern in Coburg uraufgeführt.

Trio „Corda Profonda“

Informationen zu den Musikern gehen aus der Pressemitteilung der Veranstalter hervor: Zhuo Lu ist seit 2007 Solobratscherin im Philharmonischen Orchester des Landestheaters Coburg. Nach ihrem Konzertexamen an der Hochschule der Künste in Berlin gewann sie mit ihrem Streichquartett mehrere Preise. Renate Kubisch studierte an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und war anschließend stellvertretende Solocellistin im Orchester des Staatstheaters Meiningen. In Coburg ist sie seit 2002 engagiert. Neben der Kammermusik ist ihre Leidenschaft ein Soloprogramm eigener Werken mit elektrisch verstärktem Cello.

Dietmar Engels ist Solokontrabassist im Orchester des Landestheaters Coburg. Außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Berufsfachschule für Musik und der Sing- und Musikschule Kronach. Dem Kronacher Publikum ist er durch Auftritte mit dem Tangoensemble der Berufsfachschule für Musik bei „Kronach Leuchtet“ und mit eigenen Tangoprojekten bekannt.

Eintrittskarten für das Konzert können in der Sing- und Musikschule Kronach reserviert werden (Kulmbacher Straße 44, Telefon 09261/91314). Der Preis beträgt 17 Euro (ermäßigt 8,50 Euro). Für Schüler, Studenten und Auszubildende ist der Eintritt wie gewohnt frei.

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