Jubiläum
Kreisjugendring Kronach feiert Geburtstag
Kreisjugendring-Vorsitzender Andy Fischer
Kreisjugendring-Vorsitzender Andy Fischer
Foto: Rainer Glissnik
F-Signet von Rainer Glissnik Fränkischer Tag
Kronach – 1947 begann die Jugendarbeit im Kreisjugendring. Der Geist von Freiheit und Demokratie ist heute immer noch modern.

Fair zu sein ist ein Grundsatz des Kreisjugendrings und Fairness beginnt immer bei einem selbst, betonte der Vorsitzende des Kreisjugendrings Kronach, Andy Fischer. „Fairness ist eine Grundvoraussetzung, um mit jungen Menschen zu arbeiten.“ Die Jugendarbeit ist ein wichtiger Ort für junge Menschen, an dem sie wesentliche Werkzeuge bekommen, die ihnen helfen ein individuelles Leben zu führen.

Kerngedanke Jugendarbeit

1945, Deutschland lag in Schutt und Asche und das Gedankengut des Nationalsozialismus war noch vorhanden. Die Besatzungsmächte wollten dies aus den Köpfen zu löschen. Ausgangspunkt war in Kronach der amerikanische Major Lund, der in den Jahren 1946/47 mit Vertretern des öffentlichen Lebens sprach, um die Jugendarbeit wieder in die Hände der Jugend und Verbände zurückzugeben. 1947 wurde ein Kreisjugendausschuss deklariert und es gab die Gründungsvollversammlung. Gründungsvorsitzender war der damalige Landrat Hans Papstmann. Es war gibt inzwischen eine lange Liste an Vorsitzenden.

Landrat Klaus Löffler unterstrich, gerade nach den schwierigen letzten zweieinhalb Jahren sei es umso wichtiger, interessante Angebote für junge Menschen zu machen. Die Jugend sei die Zukunft des Landkreises, was wiederum von den Ideen der jungen Menschen abhänge. „Ihr leistet eine hervorragende Arbeit gemeinsam mit dem Kreisjugendring“, lobte der Landrat seine Mitarbeiterinnen, die Geschäftsführerin der Kommunalen Jugendarbeit Eva Wicklein und die kommunale Jugendpflegerin Lisa Gratzke. Der Landkreischef erinnerte sich an eine intensive Diskussion mit Vorsitzendem Andy Fischer, ob kommunale Jugendarbeit überhaupt beim Kreis richtig angesiedelt sei. Nicht nur der Jugend eine Stimme zu geben, sondern die Jugend in die Mitte der Gesellschaft zu bringen sei eine Aufgabe. Derzeit werde mit dem Ausbau der Geschäftsstelle in der Kronacher Johann-Knoch-Gasse dafür gesorgt, dass dieses Fachgebiet wirklich in diese Mitte kommt.

Streetworker

Lange wurde über das Thema Streetworker diskutiert. Im Stellenplan ist dafür eine Stelle vorgesehen. Eva Wicklein und Lisa Gratzke überzeugten mit einem Konzept, das jetzt in die Ausschreibung geht. Landrat Löffler: „Eine großartige Möglichkeit, kommunale Jugendarbeit noch mehr in den Mittelpunkt der Bedürfnisse junger Menschen zu stellen.“ Gemeinsam müssen die Herausforderungen dieser Zeit angegangen werden und diesen Landkreis gemeinsam mit den jungen Menschen in eine gute Zukunft führen. „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft. Diese zu gestalten, liegt in unseren Händen. Also machen wir uns gemeinsam auf den Weg“, erklärte der Landrat.

Ausdrücklicher Dank richtete er an die Volks- und Raiffeisenbank Kronach sowie die Sparkasse Kulmbach-Kronach, die über viele Jahre hinweg die Arbeit des Kreisjugendrings unterstützen.

Der Präsident des Bayerischen Jugendrings Matthias Fack grüßte per Videobotschaft: Die Jugend zum Geist der Freiheit und Demokratie zu erziehen waren ursprüngliche Ziele bei der Gründung, die heute genauso modern sind.

Pfadfinder Willi Pechtold übergab zum Schluss ein altes Brenneisen, das der Stamm König Artus bei einem Kreisjugendtreffen mit dem Logo des Kreisjugendrings geschaffen hatte.

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