Ausstellung
Fränkisch-rumänische Kulturbrücke geschlagen
In Kleinvichtach läuft aktuell eine internationale Kunstaktion der Ianza-Art-Stiftung.
In Kleinvichtach läuft aktuell eine internationale Kunstaktion der Ianza-Art-Stiftung.
Foto: Heike Schülein
Marktrodach – Kunst aus anderen Ländern kann begeistern. Das zeigt sich auch in Kleinvichtach. Hier sind Künstler aus Rumänien zu Gast.

Ein bunter Mix an Farben, Formen und Techniken - Das erwartet die Besucher der Ausstellung in der Ianza-Galerie in Kleinvichtach. Die Ausstellung zeigt Grafiken, Malereien, Skulpturen und Keramiken von 23 Künstlern der Region Alba Iulia des rumänischen Berufsverbandes Bildender Künstler. Viele der Kunstwerke sind käuflich zu erwerben.

Der Präsident der Stiftung „Ianza Art Intercultural“ hatte vor Jahren das Gebäude in Kleinvichtach erstanden und renoviert. Seitdem nutzt er das Haus für interkulturelle Projekte - wie beispielsweise Kunst-Camps, Workshops bzw. Sommerakademien; liegt es ihm doch sehr am Herzen, Künstlern ein Forum zu geben. Dies gilt gerade in der jetzigen Zeit, was auch Kreiskulturreferentin Gisela Lang in ihrem Grußwort bestätigte.

„Ich finde es wunderbar, wie du total unerschütterlich immer weitermachst“, würdigte sie den enormen Einsatz des Rumänen, der längt ein Teil Deutschlands geworden sei. Als Kulturreferentin mache sie sich große Sorgen um viele Künstlerexistenzen. „Die Unterstützung für Kulturschaffende war herzlich gering. Hier versagt unser Staat“, prangerte sie an. So unglaublich traurig sie hierüber sei, so froh sei sie auch, dass Ianza nicht aufgebe. Die Ausstellung und der Unterhalt des Hauses verdienten größten Respekt. „Wir unterstützen, wo wir können“, versicherte sie - mit dem Appell an alle Kulturleute, tapfer zu sein und weiter zu machen. „Die Menschen haben Existenzangst“, verinnerlichte sie. Sie genieße jeden Tag, an dem sie Kultur sehen könne - wie hier die schöne bunte, kreative Ausstellung. Diese erinnere daran, wie wichtig Kultur ist und dass sie noch da ist.

Ihren Worten schloss sich Heinz Hausmann, der ebenfalls dem Rumänen schon seit rund 30 Jahren freundschaftlich verbunden ist, an. Viele könnten sich nicht hineindenken, wie es Künstlern ohne Festanstellung derzeit ergehe. Die Ausstellung trage zudem einmal mehr in besonders schöner Art und Weise zur länderübergreifenden Verständigung bei - etwas, das ihm ebenfalls sehr am Herzen liege.

Zu sehen sind dieses Mal großartige Arbeiten von Crinela Antonescu, Livia Bar, Bianca Bogdan, Ioan Bogdan, Daniel Bordeu, Daniela Burnete, Cátálin Cioancá, Dan Crecan, Antonela Giurgiu, Mircea Iepure, Ana Jilinschi, Stefan Lipot, Eugen Mácin, Floare Muntean, Dana Ortelecan, Ana Pantea, Angela Petruta, Cristina Pop, Alexandru Rádulescu, Adelina Sasu, Aurel Sárbu, Diana Tuculescu und Gheorghe Urdea. Die enorm vielseitige Ausstellung in Kleinvichtach 17 kann - nach telefonischer Anmeldung unter 09261/6779143 und 0175-4855121 - unter den aktuellen Hygienevorschriften noch diese Woche besucht werden.