Festgottesdienst
Lob für 101-jähriges Wirken der Kronacher Oblaten
Nach dem Festgottesdienst stellte sich Erzbischof Ludwig Schick mit Oblatenpatres und Ehrengästen zu einem Erinnerungsfoto: von links Pater Rudolf Welscher, Provinzial Felix Rehbock, Bürgermeisterin Angela Hofmann, Betriebsseelsorger Eckhard Joey Schneider (mit Fahrrad), Erzbischof Ludwig Schick und Landrat Klaus Löffler.
Nach dem Festgottesdienst stellte sich Erzbischof Ludwig Schick mit Oblatenpatres und Ehrengästen zu einem Erinnerungsfoto: von links Pater Rudolf Welscher, Provinzial Felix Rehbock, Bürgermeisterin Angela Hofmann, Betriebsseelsorger Eckhard Joey Schneider (mit Fahrrad), Erzbischof Ludwig Schick und Landrat Klaus Löffler.
Foto: Karl-Heinz Hofmann
Kronach – Die Oblatenkommunität OMI feierte in der Klosterkirche St. Alcantara in Kronach ihr 101-jähriges Bestehen. Auch Erzbischof Ludwig Schick gratulierte.

Eigentlich hatte die Oblatenkommunität eine Feier zum 100-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr geplant, doch diese musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Nun wurde das 101-jährige Wirken würdig mit einem Festgottesdienst gefeiert. Erzbischof Ludwig Schick zelebrierte das Pontifikalamt, an dem zahlreiche Gläubige aus dem gesamten Frankenwald teilnahmen.

Da wegen der Corona-Abstandsregeln die Plätze eingeschränkt waren, wurden Stühle vor die Kirche getragen, um möglichst allen Gottesdienstbesuchern – auch denjenigen die nicht vorher angemeldet waren – einen Sitzplatz zu bieten. Es wurde ein strenges Protokoll geführt und auch die Maskenpflicht überwacht.

Pater Rudolf Welscher OMI, Rektor der in Kronach engagierten Oblatenkommunität, freute sich über das große Interesse der Bevölkerung und begrüßte alle Besucher herzlich. Scherzhaft fügte er an, auf die sonst gewohnten Bratwürste und Bier müsse man corona-bedingt heute verzichten. Als weitere Gäste waren zur Gratulation und zum Gottesdienst der Oblaten-Provinzial Felix Rehbock OMI, der Domkapitular und Stadtpfarrer von Kronach, Thomas Teuchgräber, sowie Landrat Klaus Löffler und Bürgermeisterin Angela Hofmann gekommen.

Erzbischof dankt auch allen Helfern

Seiner Festpredigt stellte Erzbischof Ludwig Schick ein Wort von Bertold Brecht voran: „Die Wahrheit ist konkret!“ Über 100 Jahre seelsorgerisches Wirken der Oblaten in Kronach bedeute konkret, unzählige Eucharistiefeiern, hunderttausende Beichten zur Vergebung der Sünden, zur Ertüchtigung der Seele, zum Frieden mit Gott und den Menschen sowie Verkündung des Evangeliums in der Nachfolge Jesu Christi zur Orientierung an Werten für ein gutes christliches Leben in der Nachfolge Jesu Christi.

Der Erzbischof dankte für die Dienste der Seelsorge zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen in Kronach und dem Frankenwald. Dank sagte erauch im Namen des Erzbistums allen Helfern aus Kronach und dem Frankenwald, die den Dienst der Oblatenpatres stets bei ihrem Werk der Evangelisierung unterstützen. „Habt keine Angst und habt Vertrauen in Gott“, rief der Oberhirte alle auf und bat um Gebete für junge Menschen, die dem Glauben folgen möchten in der Nachfolge des Ordensgründers der Oblatenmissionare, Eugen von Mazenod, um der Glaubensnot der Menschen begegnen zu können.

Der Provinzial der Mitteleuropäischen Provinz der Oblaten aus Deutschland, Österreich und Tschechien, Felix Rehbock, gratulierte und dankte im Namen der Ordensgemeinschaft für das segensreiche Wirken seiner Mitbrüder in Kronach. Voller Freude verkündete er: „Die Oblaten wachsen und haben weltweit weitere Missionsstationen wie in Ghana und Jamaika, aber auch in Norddeutschland wird in Kürze etwas Neues entstehen.“

Den Kirchenbesuchern rief er zu: „Haben Sie keine Angst, wenn ihr Sohn oder ihre Tochter von Gott in den pastoralen Dienst berufen wird – es ist etwas Besonderes!“

Bürgermeisterin Angela Hofmann gratulierte im Namen der Lucas-Cranach-Stadt zum Gründungsfest, verbunden mit dem Dank der Stadt und der Bevölkerung für die über 100-jährige segensreiche Tätigkeit der Oblaten in Kronach und dem Frankenwald.

„Kirchliches Leben mitgestaltet“

Landrat Klaus Löffler entbot Glückwünsche und Dankesworte im Namen des Landkreises Kronach: „Die Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria haben das kirchliche Leben in unserer Heimat mitgestaltet und mitgeprägt. Und die Geschichte des Oblatenklosters in Kronach ist ein bedeutendes Kapitel der Kirchen- und Pastoralgeschichte von Kronach und dem Landkreis.“

Deshalb bezeichnete Löffler ihr 101-jähriges Wirken als einen herausragenden Gedenkanlass. Dem heiligen Petrus von Alcantara, der Patron der Klosterkirche ist, werde nachgesagt, dass er dem Namen seines Geburtsortes – Alcantara bedeute „Brücke“ – alle Ehre gemacht habe. Ihm sei der Spannungsbogen von der in sich gekehrten Stille hin zum proaktiven Engagement gelungen. Immer wieder Brücken zu bauen, die Gegensätze zusammenführen und unterschiedliche Interessen ausgleichen, sei gerade heute eine Mega-Aufgabe der Gesellschaft und der Kirche.

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Um die Charakteristik der Wirkungsweise der Oblatenpatres aufzuzeigen, bediente sich Landrat Löffler eines Zitates von Thomas Klosterkamp, Provinzial der mitteleuropäischen Provinz der Oblaten, zum damaligen 90-jährigen Bestehen in Kronach. Er hob das Jesus-Wort „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ hervor. Um nicht mehr und nicht weniger gehe es den Oblaten in Kronach.

Der Landrat wünschte, das Wirken der Oblaten in Kronach und dem Landkreis möge in diesem Sinne auch weiterhin den Menschen zum Segen und Gott zur Ehre gereichen.

Stadtpfarrer Thomas Teuchgräber hob die gute Zusammenarbeit mit dem Oblatenkloster und der Klosterkirche hervor und dankte den Oblatenpatres für die vielen Dienste und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Kronach.

Für eindrucksvolle musikalische Umrahmung sorgten Katharina Pfretschner (Orgel), Daniela Krügel (Trompete) und Petra Beutner (Gesang).

Nach dem Auszug aus der Kirche hielten die drei Ordensbrüder Pater Rudolf Welscher, Pater Helmut Haagen und Pater Gottfried Hofer süße Überraschungen für die Kirchenbesucher am Portal der Klosterkirche bereit. Der Gottesdienst war dank des Einsatzes von Andy Fischer (BDKJ-Regionalverband Kronach-Teuschnitz) auch im Internet über Livestream zu verfolgen.

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