Handball
Ende der Kulhanek-Ära beim HSC Coburg
Nur noch bis Saisonende steht Jan Kulhanek zwischen den Pfosten des HSC Coburg. Der 40-jährige Tscheche bekommt keinen neuen Vertrag.
Nur noch bis Saisonende steht Jan Kulhanek zwischen den Pfosten des HSC Coburg. Der 40-jährige Tscheche bekommt keinen neuen Vertrag.
Foto: Archiv
Coburg – Im Sommer endet eine Ära: Jan Kulhanek verlässt den HSC Coburg. Der Zweitligist verlängert den Vertrag des 40-Jährigen nicht. Was sind die Gründe?

Das werden viele Anhänger des HSC Coburg nur schwer verstehen: Jan Kulhanek – der zuverlässige Tscheche zwischen den Pfosten – bekommt am Ende der laufenden Spielzeit keinen Vertrag mehr in der Vestestadt. Im Sommer 2022 trennen sich die Wege. Kulhanek ist seit 2015 in Coburg unter Vertrag.

In einer Mitteilung des Vereins heißt es zu dieser Personalie: „Der HSC hat sich entschieden, den Vertrag des 40-Jährigen nicht zu verlängern. Somit wird der beliebte Torwart den HSC am Ende der Saison verlassen.“ An den Leistungen des Torstehers kann es wohl kaum gelegen haben, dass sich beide Parteien nicht auf eine weiteren Zusammenarbeit einigen konnten. Kulhanek war oft der Fels in der Brandung und Sieggarant enger Spiele. Doch zuletzt häuften sich auch die Verletzungen beim Routinier, der keineswegs im Groll scheidet.

„Verlässliche Stütze“

„Jan ist für uns in den vergangenen Jahren sportlich eine absolut verlässliche Stütze gewesen. Auch menschlich hat er unseren Verein mehr als bereichert, er ist ein toller Profi und ein toller Typ. Als Verein möchten wir uns dennoch perspektivisch auch auf der Torhüter-Position verändern“, erläutert Geschäftsführer Jan Gorr die Entscheidung.

Hintergrund: Mit Jan Jochens und Fabian Apfel verfügt der Verein derzeit über zwei hochtalentierte Torsteher, die gerade in den letzten Woche ihr Können mehrfach unter Beweis gestellt haben und sich damit für höhere Aufgaben empfohlen haben. Jochens wurde vor allem deshalb verpflichtet, weil lange Zeit unklar war, ob der Sohn des Vorstandssprechers Stefan Apfel gesundheitlich voll belastbar ist. Fabian Apfel hatte Probleme mit dem Herzen, doch nach umfangreichen Untersuchungen gaben die behandelnden Ärzte „Grünes Licht“ für den Profisport.

Jan Kulhanek Teil der tschechischen HSC-Legenden

Die Gespräche mit Jan Kulhanek seien erwartungsgemäß offen und fair verlaufen. „Wir befinden uns mitten in der Saison, und wir brauchen Jan weiterhin auf dem Feld. Dennoch möchte ich jetzt schon Danke sagen für alles, was er für den HSC getan hat“, erklärt Jan Gorr. „Ich hoffe sehr, dass wir Ende der Saison die Möglichkeit haben werden, Jan gebührend zu verabschieden, das hat er sich mehr als verdient – und bis dahin werden wir hoffentlich noch viele Siege zusammen feiern“, sagt der Geschäftsführer.

Jan Kulhanek selbst hat sich beim HSC einen Platz zwischen den tschechischen Legenden um Karel Jindrichowski, Vladimir Suma, Kamil Piskac oder Jiri Vitek erarbeitet – er wird den Fans unvergessen bleiben. „Ich freue mich auf meine Abschiedssaison und hoffe, dass wir noch möglichst oft eine volle Arena haben werden“, sagt Jan Kulhanek, den seine Mitspieler und Fans „Wolle“ rufen.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: