Engagement zeigen
Rettungswesen: Helfer brauchen Nachahmer
Marco Meißner
Marco Meißner
Foto: FT
Kronach – Für Coburg, Kronach und Lichtenfels gibt es eine Idee, die Rettungskette zu verstärken. Unser Redakteur Marco Meißner denkt, dass das jeden angeht.

Der rasende Reporter, die Feuerwehr auf heißen Reifen, der Sanitäter im Sauseschritt – es gibt viele Berufs- und Ehrenamtsgruppen, deren Image mit einem hektischen Arbeitsalltag verknüpft wird. Und so stressig es für die Betroffenen ist: In vielen Fällen trifft dieses Bild auch zu.

Doch es gibt schon qualitative Unterschiede, wie wichtig diese Brisanz ist. Nimmt man den „rasenden Reporter“, ist klar: Der Leser soll aktuell über wichtige Geschehnisse informiert werden. Nach dem Motto: Die Info von morgen am besten schon gestern im Blatt. Aber so sehr wir Redakteure unseren Job auch lieben und so wichtig er für die Gesellschaft ist, stellen wir uns hier gerne und mit Anerkennung hinter Polizei, Feuerwehr, THW, Rettungsdienst etc. an. Denn während es bei uns um bedruckte Seiten geht, steht bei den Tätigkeiten dieser Organisationen das Leben von Mitmenschen auf dem Spiel.

Umso mehr ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte nicht behindert werden und dass ihr Dienst geschätzt wird. Besonders wichtig ist aber, dass sie auch genügend Nachahmer finden. Das zeigt sich jetzt wieder, da Überlegungen für eine Verbesserung der Rettungskette in der Region aufgenommen werden. Beispielsweise bei einem Herzstillstand können Sekunden über das Wohl und Wehe eines Patienten entscheiden.

Da kommen wir alle ins Spiel. Denn egal ob sich das Konzept mit ehrenamtlichen Ersthelfern durchsetzen wird, fest steht, je mehr Menschen eine Erste-Hilfe-Ausbildung haben, umso mehr können im Ernstfall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Hilfe leisten. Und dafür muss man nicht einmal rasen.

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