Energie im Blick
Steinbach lotet seine Sparpotenziale aus
Die Gemeinde Steinbach am Wald will ihr Bad so lange wie möglich offen halten.
Die Gemeinde Steinbach am Wald will ihr Bad so lange wie möglich offen halten.
Foto: Archiv, Heike Schülein
Steinbach am Wald – In Steinbach wurde über den Energieverbrauch bei der Straßenbeleuchtung und im Bad diskutiert.

Die Kommunen sind aufgerufen, alle gemeindlichen Einrichtungen auf Energiesparmaßnahmen hin auf den Prüfstand zu stellen. Dies teilte Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) in der Gemeinderatssitzung mit. Grundsätzlich sei man in dieser Hinsicht sehr gut aufgestellt, sei Steinbach doch beispielsweise die erste Kommune im Landkreis Kronach gewesen, die ihre Beleuchtung komplett auf LED umgestellt habe, betonte er. Auch bei Sanierungen habe man immer energetische Maßnahmen durchgeführt.

Um Energie zu sparen, habe man seit 1. September Objektbeleuchtungen abgeschaltet und auch die Soledampfkabine im Schwimmbad außer Betrieb genommen. Man sei bestrebt, den Energieverbrauch in allen Liegenschaften im Winter auf ein Minimum zu senken.

Straßenbeleuchtung reduzieren oder nicht?

Technisch nicht oder nur unter enormem Aufwand möglich sei eine Nachtabsenkung der Straßenbeleuchtung. Eine Alternative wäre eine komplette Nachtabschaltung zum Beispiel zwischen 23 und 3 Uhr. Hierfür wäre mit einmaligen Kosten für die Installierung von Zeitschaltuhren von 3750 Euro zu rechnen. Nach aktuellem Strompreis würde man dadurch rund 6000 Euro pro Jahr einsparen; im ersten Jahr also ein Plus von rund 2000 Euro machen.

Dritter Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD) warf die Frage auf, ob dies beispielsweise an der B 85 sicherheitstechnisch überhaupt erlaubt wäre. Dies wird noch mit der Polizei abgeklärt.

Preise und Einsparpotenziale

Hinsichtlich einer etwaigen Schwimmbadschließung findet am kommenden Montag eine Bürgermeister-Dienstbesprechung zur Energiethematik statt. „Natürlich möchten wir das Schwimmbad so lange wie möglich offen lassen“, bekundete der Bürgermeister – unter der Voraussetzung, dass von oben keine anderweitigen Regularien verordnet würden und die derzeit stetig ansteigenden Gaspreise bezahlbar blieben.

Der Neuabschluss eines Gasvertrags bei einem anderen Anbieter käme dabei noch deutlich teurer. Die genauen Zahlen werden bei der nächsten Sitzung vorgelegt.

Noch ein Ansatzpunkt

Als weitere Kostenersparnis sprach Zweite Bürgermeisterin Monika Barnickel (CSU) die Bepflanzung in der Gemeinde an. Die derzeitige Bepflanzung sei zwar sehr schön, aber auch mit einem unheimlichen Kostendruck verbunden. „Wir haben halt jetzt andere Verhältnisse“, gab sie zu bedenken, ob man nicht überall, wie im Kreisel, Lavendel und Rosen anpflanzen sollte. Die Gemeinde wird sich mit der Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege, Beate Singhartinger, beratschlagen und bei einer Bau- und Umweltausschuss-Sitzung darüber diskutieren.