Planungen
Gemeinschaftshaus erhält Umfeldgestaltung
Momentan sieht das Umfeld des  Dorfgemeinschaftshauses noch ziemlich trist aus. Das soll sich bald  ändern.
Momentan sieht das Umfeld des Dorfgemeinschaftshauses noch ziemlich trist aus. Das soll sich bald ändern.
Foto: Susanne Deuerling
Steinwiesen – Der Marktgemeinderat Steinwiesen legte Details für das Projekt in Schlegelshaid fest. Priorität in der Kommune hat aber die Kulturhalle.

Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) gab bei der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates Steinwiesen einen kurzen Abriss über den Sachstand beim Projekt Kulturhalle. So wird unter anderen eine Brandschutzwand zur Küche eingezogen mit Brandschutztür, für den Ausschank wird eine Kühlzelle eingebaut und die Sanitäranlagen erhalten eine eigene Lüftungsanlage. Die Heizung wird aufgeteilt in Fußbodenheizung und Deckenstrahlheizung; im Kellergeschoss unter der Küche befindet sich die Gastherme.

Für die Metallverkleidung und die Außenfassade sowie Innenausstattung mit Vorhang und Wandfarbe soll die Leitfarbe Grün dominieren. Verarbeitet werden auch vorhandene Materialien wie die Glasbausteine und der Klinker. Es wird viel mit Holz gearbeitet und der Boden mit Linoleum ausgelegt. Als Beleuchtung kommt in der Halle Linearbeleuchtung zum Einsatz. Als Sonnenschutz könnten zum Schulhof hin Lamellenfenster eingesetzt werden. Die Garderobe erhält Klapp-Ständer.

Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund vier Millionen Euro. Aufgrund der derzeit hohen Kosten bei den Handwerksbetrieben ist mit Preissteigerungen zu rechnen. Fertigstellung der Halle wird am 31. Dezember 2022 sein. „Die Kulturhalle hat für uns Priorität eins, wir haben dafür viele Fördermöglichkeiten eröffnet“, betont e Bürgermeister Wunder.

Das Umfeld um das neue Gemeinschaftshaus in Schlegelshaid soll nun angelegt werden. Ein großer Spielplatz, Bäume und ein entsprechendes Ambiente, vereint mit einem herrlichen Ausblick, sollen entstehen. Die Kosten für die Straßenraumgestaltung in Schlegelshaid belaufen sich für 110 Meter auf 116 500 Euro (Kostenbeteiligung der Gemeinde: 11 650 Euro). Die Umfeldgestaltung des Dorfgemeinschaftshauses schlägt für die rund 1100 Quadratmeter mit 246 000 Euro zu Buche (24 600 Euro Eigenbeteiligung der Gemeinde). Zusammen mit den Nebenkosten für die Maßnahmen ergibt dies eine Gesamtsumme von rund 430 000 Euro ( 43 000 Euro Kostenbeteiligung des Vertragspartners Gemeinde).

Als letztes Dorferneuerungsprojekt steht die Generalsanierung des Mehrzweckhauses in Nurn an. Nach 42 Jahren sind einige Teile in die Jahre gekommen. Nach Rücksprache mit der Regierung kann zwar nach Abschluss der Flurbereinigungsmaßnahmen im August/September 2021 ein Antrag gestellt werden, aber die Bewilligung käme nicht vor 2024/2025 , und welche und ob überhaupt es dann eine Förderung gibt, ist ungewiss. Das Projekt wurde daher verschoben; man will eventuell in Absprache mit den nutzenden Vereinen kleinere Maßnahmen selbst durchführen.

Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, die Bodenrichtwerte nicht zu erhöhen und die Werte aus 2018 beizubehalten. Dies sind für Steinwiesen 22 Euro und für die Ortsteile Neufang, Birnbaum, Nurn und Schlegelshaid 14 Euro. Diese Preise gelten auch beim Kauf von Grundstücken durch die Gemeinde als Richtwert.

Einstimmig wurde beschlossen, die Gebührensituation beim Marktwesen zu vereinfachen. Es gelten nun folgende Werte: Die Kosten für den Marktstand betragen nun pauschal zehn Euro und für einen Stromanschluss zusätzlich fünf Euro. Die Gebühren werden vom Marktmeister am Morgen beim Aufbau eingezogen.

Brigitte Geiger (SPD) gab Beschwerden aus der Bevölkerung weiter. Moniert wurden nicht aufgefüllte und unsaubere Hundebeutelspender. Die Mülleimer würden im Bereich des Marktplatzes nicht geleert und das Gras am neuen Friedhof nicht gemäht. Es haben schon Mitarbeiter des Beerdigungsinstituts Hand angelegt, um wenigstens ein einigermaßen schönes Bild herzustellen.

Bürgermeister Gerhard Wunder vermeldete, dass hier bereits alles bereinigt sei. Aber die Bauhofmitarbeiter könnten nicht alles gleichzeitig machen. Die Bürger sollten auch eine gewisse Eigenverantwortung haben. Natürlich könnte man laut Bürgermeister noch fünf Leute einstellen, aber das sei eine Kostenfrage. „Und außerdem, das Gras wächst, so schnell können sie auch nicht immer und überall vor Ort sein“, betonte Wunder.

Ewald Rehm (SPD) fragte im Namen der Eltern aus Neufang an, ob man nicht beim Spielplatz in Neufang etwas erneuern kann. Der Spielplatz sei der schlechteste in der Großgemeinde mit veralteten Spielgeräten und müsste dringend erneuert werden. Bürgermeister Gerhard Wunder stellte fest, dass hier ein Betrag im Haushalt festgelegt und beschlossen werden muss. Geräte von Fachfirmen seien nicht gerade billig. Man wolle aber Angebote einholen und dann weitersehen.