Verbundleitung
Wasser für Heinersberg und Neumühle
In Heinersberg herrscht nicht nur Wassermangel, dort kämpfte man in diesem Sommer auch mit Verunreinigungen, weshalb ein  Lkw Wasser beim Hochbehälter anlieferte.
In Heinersberg herrscht nicht nur Wassermangel, dort kämpfte man in diesem Sommer auch mit Verunreinigungen, weshalb ein Lkw Wasser beim Hochbehälter anlieferte.
Foto: Maria Löffler, Archiv
F-Signet von Susanne Deuerling Fränkischer Tag
Nordhalben – Die Wasserversorgung war Hauptthema im Gemeinderat von Nordhalben, denn für die Ortsteile Heinersberg und Neumühle ist eine schnelle Lösung notwendig.

Claudia Stephan vom Ingenieurbüro SRP Schneider und Partner in Ruppen erläuterte im Marktgemeinderat die Möglichkeiten für das weitere Vorgehen bezüglich der Verbundleitung zur Trinkwasserversorgung in die Ortsteile Neumühle und Heinersberg.

Entscheidung fällt für die kostengünstigste Variante

Für Neumühle waren drei Varianten untersucht worden, wobei sich der Gemeinderat am Ende für die kostengünstigste Variante A entschied: die Anbindung über die Hochzone Nordhalben über den Regberg mit 830 Metern Leitungslänge. Die Baukosten belaufen sich auf 800.500 Euro. Zum Vergleich Variante B 1,5 Millionen Euro, Variante C 970.000 Euro. Gebaut werden könnte nach Erhalt des Förderbescheides ab Frühjahr 2023.

Aus dem Gremium wurden Bedenken laut, die die Bodenbeschaffenheit der Stecke Regberg mit Schiefer und evtl. grünen Schiefer als Hindernis sahen. Hier meinte Claudia Stephan, dass man erst die Bodenuntersuchung und das Baugrundgutachten abwarten muss, aber aktuell sei der Regberg die beste Lösung.

Anschluss von Heinersberg über den Hochbehälter am Schulgarten

Für den Ortsteil Heinersberg hatte das Büro SRP vier Varianten geprüft. Auch hier entschied sich der Gemeinderat für die Variante A, den Anschluss an die Wasserleitung Nordhalben über den Hochbehälter am Schulgarten, hier wird eine Druckerhöhungsanlage mit Druckminderventil benötigt, es gibt eine 1100 Meter lange Verbundleitung und eine Kreuzung der Kreisstraße. Baukosten und Betriebskosten für gerechnet 50 Jahre betragen gesamt 3,0 Millionen Euro (Baukosten 1,2 Millionen, Betriebskosten 1,8 Millionen Euro). Die anderen Varianten hätten Kosten zwischen 4,7 und 5,2 Millionen Euro bedeutet.

Das weitere Vorgehen ist nun die Einholung von Baugrundgutachten und Kampfmittelvorerkundung, dann geht es in die Entwurfsplanung, den Fördermittelantrag, Ausführungsplanung und nach Eingang des positiven Förderbescheides an die Ausschreibung. Die Bauausführung ist für Anfang 2023 geplant.

Die Strompreise explodieren

Heinrich Grebner informierte über die bevorstehenden Strompreiserhöhungen ab 2023. Bei der Straßenbeleuchtung werden die Preise pro kWh für 2023 um das Zehnfache steigen. Deshalb werden hier Möglichkeiten der Einsparung geprüft. Momentan brennen die Lampen bis 1 Uhr zu 100 Prozent. Es wird nun bei einem Straßenzug ausprobiert, sie auf 50 Prozent oder sogar 30 Prozent zu reduzieren.

90.000 Euro mehr für die Gemeindegebäude

Die Strompreise für gemeindliche Gebäude sind ausgeschrieben mit Angebotsfrist bis 14. November. Auch hier rechnet man unter dem Strich mit einer Kostensteigerung um das Drei- bis Vierfache. Das heißt, für 2023 Mehrkosten von circa 90.000 Euro.

Es wurde einstimmig beschlossen, die Gemeinde zu ermächtigen, den Stromauftrag für die öffentlichen Gebäude an den günstigsten Anbieter zu vergeben.

Bürgersolarpark gibt Hoffnung

Bürgermeister Michael Pöhnlein meinte, dass man für 2023 auf jeden Fall in den sauren Apfel beißen müsse, aber es werde ja der Bürgersolarpark gebaut, man habe ein eigenes Leitungsnetz der Genossenschaft und es würden Gespräche geführt. Man prüfe, ob ein Heimatstromliefervertrag möglich ist, das bringe etwas mehr Unabhängigkeit. „Die Voraussetzungen sind nicht schlecht, wir hätten dann Stromproduzent und Strombetreiber in einem Ort“, meinte Pöhnlein.

Marktgemeinde trägt Gema-Kosten

Beim Nikolausmarkt am 3. und 4. Dezember in der Nordwaldhalle spielen jedes Jahr der Musikverein Nordhalben und der Posaunenchor Heinersberg. Nun galt es zu entscheiden, ob nur Gema-freie Lieder gespielt werden oder auch Lieder, für die Gema-Beiträge fällig werden. Dies wären an beiden Tagen insgesamt 440 Euro. Einstimmig wurde beschlossen, dass beide Gruppen spielen werden und die Kosten für die Gema von der Gemeinde übernommen werden.

Arbeitskreis Friedhof stellt seine Arbeit ein

Bernd Daum (FW) gab bekannt, dass der NohA Arbeitskreis Friedhof seine Arbeit einstellt. Grund dafür seien unter anderem Aussagen und Äußerungen vonseiten der Gemeinde und des Bürgermeisters. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) nahm dies zur Kenntnis und will in der nächsten Sitzung Stellung.

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