Varianten für Hort
Stadtrat spricht über eine Generalsanierung
Der Kronacher Stadtrat sprach unter anderem über den Kinderhort.
Der Kronacher Stadtrat sprach unter anderem über den Kinderhort.
Marco Meißner, Archiv
F-Signet von Veronika Schadeck Fränkischer Tag
Kronach – Zwei Varianten für die Sanierung des Montessori-Kinderhorts stehen im Raum. Der Stadtrat Kronach spricht über Kosten und Zuschüsse.

Ein Punkt der Stadtratssitzung war der Antrag der Caritas für einen Zuschuss für die Sanierung des Montessori-Kinderhorts in Kronach in der Hirtengasse. Laut Bürgermeisterin Angela Hofmann gibt es zwei Varianten. Demnach könnte das bestehende Gebäude aufgestockt und die Kinderhortplätze von 50 auf 75 Plätze erhöht werden. Die Kosten würden sich auf 3.799.048 Euro belaufen.

Bei der zweiten Variante würde es einen kleinen Anbau an das bestehende Gebäude unter Beibehaltung der aktuellen 50 Kinderhortplätze geben. Trotz unveränderter Platzanzahl sei dieser Anbau notwendig, so Hofmann, um die Vorgaben des neuen Raumprogramms für Kinderhorte zu erfüllen. Die Kostenschätzungen belaufen sich auf 3.160.727 Euro.

Nur eine Gegenstimme

Mit einer Gegenstimme erkannte der Stadtrat den Bedarf für 50 Hortkinder an und sprach sich für die Generalsanierung aus. Die Stadt Kronach wird sich mit 100 Prozent an den förderfähigen Kosten beteiligten. Es soll nun ein Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken gestellt. Nicht förderfähige Kosten werden vom Träger übernommen. Zudem wurde die Caritas beauftragt, die Leistungsphasen 1 bis 3 auf Basis der zweiten Variante zu vergeben, sobald die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn seitens der Regierung vorliegt.

Für Diskussionen sorgte der Antrag für die Wiederherstellung des Fußweges entlang des Flusses Kronach. Dieser verbindet die Europabrücke mit dem Schwarzen Steg in der Pfählangerstraße. Bereits im Jahre 2002 wurde dieser gesperrt, weil das Anbringen eines Geländes hohe Kosten verursacht hätte. Die Wiederherstellung des Weges, so die Bürgermeisterin, sei mit einer Abkürzung vom Parkplatz Rosenau zum LGS-Gelände verbunden. Rund 50.000 Euro müssten investiert werden.

Ein knappes Ergebnis

Klaus Simon (SPD) sprach von einem Unsinn, als „hätte die Stadt nichts anderes zu tun, als diesen Weg zu sanieren“. Martin Bittruf (CSU) sah die Sanierung als eine gute Lösung an. Matthias Simon (FW) brachte sein Unverständnis zum Ausdruck. „Wir wollen einen Weg machen, der keinen Vorteil bringt, gleichzeitig reden wir davon, die Gebühren für Turnhallen zu erhöhen!“ Mit zehn zu acht Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

Ein weiterer Punkt war der Abschluss einer Vereinbarung für die Durchführung des VgV-Verfahrens für das Bürgerspital Kronach. Dieses war in der Septembersitzung beschlossen worden. Die Kostenschätzungen liegen bei 235.00 Euro. Um hier Städtebaufördermittel zu erhalten, ist eine Vereinbarung zwischen der Spitalstiftung und der Stadt Kronach notwendig. Bürgermeisterin Angela Hofmann sprach von einem möglichen Eigenanteil der Stadt von zwischen 20.000 Euro und 43.000 Euro. „Wir können uns das Projekt nicht leisten und sollten nach einem Investor suchen“, so Sabine Gross (SPD). Ralf Völkl riet, sich vorab mit der Regierung von Oberfranken abzustimmen, um eventuelle Hürden aus dem Weg zu räumen.

Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: