Gemeinderatssitzung
Beschlüsse zur Pflege der Kulturlandschaft
Das Leben von Kröten wie dieser kann durch einen Amphibienzaun verlängert oder gerettet werden.
Das Leben von Kröten wie dieser kann durch einen Amphibienzaun verlängert oder gerettet werden.
Frank Rumpenhorst/dpa
F-Signet von Rainer Glissnik Fränkischer Tag
Mitwitz – Der Landschaftspflegeverband Frankenwald Landkreis Kronach führt in den Städten und Gemeinden der Region alljährlich zahlreiche Maßnahmen durch.

Diese sollen die Kulturlandschaft pflegen und die ökologische Vielfalt unterstützen. Christine Neubauer und Johannes Welscher erläuterten dem Mitwitzer Marktgemeinderat die Aktivitäten im Gemeindebereich.

Diese beginnen alljährlich mit einem 750 Meter langen Amphibienzaun bei Burgstall. Naturschützer würden hier gerne eine feste Maßnahme des Straßenbauamtes wünschen. „Es ist der Bereich mit den meisten Amphibien, jährlich steigend“, erklärte Christine Neubauer. Es gibt Entbuschungen, Feuchtbiotope werden instandgesetzt. Beim Teich in Leutendorf war der Damm ausgespült. Hier soll Lehm aufgebracht und verdichtet werden. Dort schlüpften ganz viele Erdkröten. Jedes Feuchtgebiet, das nicht direkt an einer Straße liegt, ist besonders wichtig.

Im Mitwitzer Schlosspark und beim Breitensee sollen noch mehr Infotafeln aufgestellt werden. Der untere Mühlteich ist ein bewirtschaftetes Naturdenkmal. Rottendes Schliff ließ Randbereiche austrocknen. Deswegen wurden Verlandungszonen ausgebaggert, es entstanden neue Inseln, auf denen Wasservögel ihre Brut sicher großziehen können. Für kommendes Jahr sind Wiesenmahd und Amphibienzäune vorgesehen sowie Streuobstanpflanzungen.

„Biodiversität schaffen wir nicht mit einem Großprojekt“, betonte Uli Münch. Mehrere kleine Projekte bringen viel mehr. Schotter vom Bahndamm ist noch da, aber verbuscht. „Wir wollen bestimmte Arten fördern“, erklärt Münch.

Ziel ist die Schaffung eines offenen, warmen Lebensraumes für Tiere, die Wärme brauchen. Dazu ergänz Münch: „Wir wollen die Sonne reinlassen, auch für Reptilien.“

Um die großen Eichen wäre es schade. Die bleiben stehen. Wertvolle ältere Gehölze werden auch bestehen bleiben. Entfernte Büsche werden als Totholzhaufen auf die Nordseite hingelegt. Vieles findet hier Unterschlupf. Das soll im Januar, Februar geschehen.

Weitere Beschlüsse und Meldungen

Aktion Der Dorfmarkt auf dem Mitwitzer Turnplatz vor dem Wasserschloss wird zunehmend besser angenommen. Nächsten Donnerstag, 22. Dezember, wird es dort eine gemeinsame Aktion mit Schule und Kindergarten geben. Der gesamte Erlös soll der Ukrainehilfe zugutekommen.

Fotovoltaik Oliver Partheymüller ist hinsichtlich einer Freiflächen-Fotovoltaikanlage der Raiffeisenbank in Mitwitz mit Eigentümern im Gespräch und wird notarielle Vorverträge abschließen.

Personal Im Rathaus gab es viele neue Stellenbesetzungen. Es fehlt aber noch ein Kämmerer. „Ich bin froh, dass wir euch haben“, zeigte sich Bürgermeister Oliver Plewa über sein Team zufrieden. Auch im Bauhof gibt es einige neue Gesichter. Diese Truppe habe sich gut zusammengefunden. Jeder leistet seinen Beitrag.

Auszeichnung Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zeigten die Mitwitzer, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Eine Silbermedaille in Bayern als eine von zehn Kommunen ist großartig.

Ehrenamt Viele Mitwitzer engagieren sich ehrenamtlich. „Das macht die Lebensqualität bei uns aus“, lobte der Rathauschef. „Danke an die vielen Ehrenamtlichen und Vereine, die alles mit Leben füllen. Wir haben viel gemeinsam auf den Weg gemacht.“

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