Parkplatzsuche
Parkdeck muss attraktiver werden
Dir Parkproblematik in Kronach besteht weiterhin. Lösung gibt es noch keine.
Dir Parkproblematik in Kronach besteht weiterhin. Lösung gibt es noch keine.
Foto: Karl-Heinz Hofmann
Kronach – In der Stadt Kronach besteht weiterhin ein Park-Problem. Bislang fehlt es an Lösungen. Die Spitalbrücke wird wohl ohne Radweg gebaut.

Nachdem kaufmännischer Leiter Johannes Meitner in der Sitzung des Werkausschusses der Stadt Kronach am Montag seinen Halbjahresbericht 2021 abgegeben hatte, gab es vor allem eine Diskussion um Verbesserungen der Parkdeckbelegung. Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) interpretierte die Zahlen aus dem Halbjahresbericht als durchaus hoffnungsvoll. Man halte bisher die Ansätze im Wirtschaftsplan ein und sie sieht ferner ein Zeichen guten Wirtschaftens. Johannes Meitner stellte fest, das Halbjahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr, konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen aufgrund der Corona Pandemie um knapp 300 000 Euro weiter verbessert werden. Dies ist vor allem auf ein effizientes internes Controlling (neue Systeme und Prozesse) und die damit verbundenen Einsparungen von Aufwendungen in allen Bereichen zurückzuführen.

Das CranaMare war und ist im erheblichen Ausmaß von der Corona-Pandemie betroffen. So konnte das Hallenbad im ersten Halbjahr 2021 nicht geöffnet werden. Auch das Freibad konnte erst am 31. Mai öffnen. Die Besucherzahlen im Juni lagen mit 11 772 trotz der zunächst geltenden Einschränkungen deutlich über dem Vorjahresmonat und sogar über dem Mittelwert der letzten zehn Jahre.

Parkdeck: Hhe Kosten, wenig Nachfrage

Im Parkdeck fielen die Erlöse aufgrund der gesunkenen Nutzerzahlen um knapp 5 000 Euro und können den Planwert des Wirtschaftsplanes zum Halbjahr nicht erreichen.

Peter Witton (Die Grünen) eröffnete die Debatte mit Anregungen, wie man das Parken im Parkdeck attraktiver gestalten könne. Dies beginne schon bei der Ein- und Auffahrt, die Parkplätze müssten größer sein und als Anreiz sollte man eine Stunde kostenfreies Parken anbieten. Im Gegensatz dazu sollten mehr kostenpflichtige Parkplätze in der Stadt angeboten werden, was zum Parken im Parkhaus reizen könnte. Seit Jahren gibt es hier nur Defizite zu vermelden und dies, wegen einer zu geringen Auslastung. Ralf Völkl (SPD) verwies auf einen im Mai von der SPD-Fraktion gestellten Antrag. Seit seiner Inbetriebnahme mit kostenpflichtiger Nutzung vor etwas mehr als 25 Jahren verzeichnet das Parkdeck in Kronach eine sehr schlechte Auslastung von circa 25 Prozent. Es wurden bereits zahlreiche Initiativen übernommen die Nutzung zu steigern jedoch ohne Erfolg. Dies führt zu der Situation, dass Straßen, Plätze und zum Teil auch Gehsteige in und um die Kronacher Innenstadt häufig zugeparkt sind, während circa 175 Parkplätze im Parkdeck leer stehen. Die Einnahmen des Parkdecks betrugen im vergangenen Jahr rund 50 000 Euro. Dem gegenüber stehen aber auch Ausgaben für den Betrieb, Wartung und Reparatur von Kassenautomaten und Schranken. Die SPD-Fraktion schlug deshalb eine mindestens dreimonatige Testphase, das Parkdeck kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Dauerparker sollen in dieser Zeit keine Gebühr bezahlen. Dritter Bürgermeister Bernd Liebhardt (CSU) warnte dagegen davor, wie von Peter Witton vorgeschlagen, kostenfreie Parkplätze in der Stadt mit Gebühren zu belasten. Das sei unsozial, es handle sich dabei um viele Arbeitnehmern, die diese kostenfreie Variante wahrnehmen. Vielmehr müsse das Angebot im Parkdeck besser werden.

Werkleiter Jochen Löffler informierte über den Sachstand bezüglich der Erneuerung der Spitalbrücke. Die Entwurfsplanung ist fertiggestellt. Die Unterlagen für den Förderantrag zur Erneuerung der Spitalbrücke liegen vor und können kurzfristig der Regierung von Oberfranken vorgelegt werden. Zum wiederholten Male wurde die Machbarkeit eines Radwegs, entlang der Rodacher Straße stadteinwärts, geprüft. Die Erstellung eines regelkonformen Geh- und Radweges sind mit den derzeitigen Grundstücksverhältnissen nicht realisierbar. Stand heute stellte der Werkleiter fest, dass ohne nennenswerten Grunderwerb die Schaffung eines fahrbahnbegleitenden Radweges in der Rodacher Straße nicht zu realisieren ist. Hinsichtlich Brückenbauwerk geht Löffler davon aus, dass dieses Jahr noch eine Teilmaßnahme begonnen werden kann. Die Baumaßnahme wird sich über zwei Jahre, voraussichtlich bis Ende 2023 hinziehen. Eine Behelfsbrücke ist während der Bauzeit, laut Werkleiter Löffler, nicht geplant.