Stürmische Nacht
„Ylenia“ lässt in Kronach Bäume knicken
Auf der Kreisstraße KC 12 konnte ein Cabrio-Fahrer einem umgestürzten Baum nicht ausweichen.
Auf der Kreisstraße KC 12 konnte ein Cabrio-Fahrer einem umgestürzten Baum nicht ausweichen.
Foto: FFW Fischbach
Kronach – Das Sturmtief „Ylenia“ streifte in der Nacht zum Donnerstag auch den Frankenwald. Eine erste Schadensbilanz.

Nachdem am Mittwoch noch Vorkehrungen getroffen worden sind und unter anderem den Schülern im Landkreis schulfrei für den nächsten Tag gegeben worden ist, zog in der Nacht zum Donnerstag das Tief „Ylenia“ über die Region hinweg.

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger zieht ein erstes Fazit: „Es war eine gute Entscheidung, die Vorkehrungen für den Sturm zu treffen.“ Ein solcher Frühlingssturm sei kein alltäglicher. In der ersten Hälfte der Nacht blieb es laut Ranzenberger ruhig, während die Feuerwehren ab 1 Uhr ausrücken mussten. „Los ging es an der B 173 auf Höhe Schnaid.“ Ab da kam es zu über 60 Einsätzen im Kreis Kronach. Über 40 Feuerwehren mussten ausrücken. Es gab hauptsächlich umgeknickte Bäume und zudem zwei Schäden an Dächern. Dabei war besonders der Norden des Landkreises betroffen. Zum Mittag hin waren dort noch Straßen blockiert.

Baum lag im Weg

Die Polizei meldete über zehn Einsätze. Es gab Straßensperrungen bei Gössersdorf, Wallenfels und von Hesselbach nach Wilhelmstal. Dabei ist eine Fahrzeugführerin vor Gifting in einen umstürzenden Baum gefahren.

In Mitwitz wurde ein Trampolin umhergeblasen. Das Spielgerät landete auf der Sonneberger Straße ortsauswärts. In Kronach selbst ist auf Höhe des Schützenhauses ein Bauzaun auf die Straße gestürzt.

Am Donnerstagmorgen befuhr schließlich ein Cabriolet-Fahrer mit seinem Fahrzeug die Kreisstraße KC 12 von Fischbach in Richtung Vogtendorf. Dabei konnte dieser einem kurz zuvor umgestürzten Baum nicht mehr ausweichen. Der Fahrer blieb beim Zusammenstoß glücklicherweise unverletzt.

Die Feuerwehr Fischbach befreite das Fahrzeug und räumte die Fahrbahn. Anschließend musste das Fahrzeug abgeschleppt werden. Die Kreisstraße KC 12 war in dieser Zeit für circa eine Stunde gesperrt. Die Polizei aus Kronach war zur Unfallaufnahme vor Ort.

Insgesamt kam es bis zum Donnerstagnachmittag im Landkreis zu keinen Personenschäden durch den Sturm und dessen Auswirkungen.