Spatenstich
Zwei Brücken über die KC 16 werden erneuert
Gemeinsam mit den Ehrengästen, Anliegern sowie den an den Planungen und Arbeiten beteiligten Firmen führten Landrat Klaus Löffler (Mitte) und Bürgermeister Gerhard Wunder (rechts) den symbolischen Spatenstich an der Kreisstraße KC 16 aus.
Gemeinsam mit den Ehrengästen, Anliegern sowie den an den Planungen und Arbeiten beteiligten Firmen führten Landrat Klaus Löffler (Mitte) und Bürgermeister Gerhard Wunder (rechts) den symbolischen Spatenstich an der Kreisstraße KC 16 aus.
Foto: Susanne Deuerling
Steinwiesen – An der Kreisstraße KC 16 stehen wichtige Baumaßnahmen für den Landkreis Kronach und die Marktgemeinde Steinwiesen an.

Fast um 90 Grad biegt die Kreisstraße KC 16 in Richtung Nurn von der Staatsstraße 2207 ab. Marode geworden sind die beiden Brücken über den Mühlbach der Teichmühle und über die Rodach. In einem symbolischen Spatenstich wurden nun die bereits begonnenen Arbeiten offiziell aufgenommen.

Für Landrat Klaus Löffler war dies ein bewegter Tag, denn die Planungsanfragen gehen bis ins Jahr 2013 zurück, als Oswald Marr noch Landrat war. Schon seit damals sollte der Wirtschaftsstandort Nurn vernünftig an das Verkehrsnetz angebunden werden. Landrat Löffler ging ein wenig auf die Historie der Baumaßnahme ein. Nach dem Beschluss 2013, den Ausbau zu machen, wurde das Büro SRP Schneider & Partner in Kronach mit Planung und Variantenuntersuchung der Einmündung beauftragt. Im Jahr 2017 fiel, in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg, Servicestelle Kronach, und der Regierung von Oberfranken die Entscheidung über die Variante. Nach Abschluss der Grunderwerbsverhandlungen im Jahr 2020 wurde die Maßnahme Anfang 2021 ausgeschrieben.

Die Grundstücksverhandlungen gestalteten sich nicht so einfach, gab es doch verschiedene Interessenskonflikte. Doch am Ende seien gute Ergebnisse erzielt worden. Deshalb galt der Dank von Landrat Löffler vor allem Adolf Kuhnlein, mit dem gemeinsam eine vernünftige Lösung gefunden wurde. Außerdem dem Mühlenverein, der die Teichmühle betreut, dem Anlieger Mario Renk und den Rodachtalbahnfreunden, deren Bahnstrecke ebenfalls betroffen ist.

Bauträger und Baukosten

Der Ausbau der Brücken über die KC 16 und die circa 200 Meter Straße bis zur Einmündung in die Industriestraße ist eine Gemeinschaftsmaßnahme des Landkreises Kronach und des Staatlichen Bauamtes Bamberg. Bauträger ist der Landkreis Kronach. Im Zuge des Ausbaus werden folgende Arbeiten durchgeführt: Vollausbau der Fahrbahn von der Einmündung an der Staatsstraße 2207 bis zur Einmündung in die Industriestraße auf einer Breite von 6,50 Metern, Ersatzneubau der Brücken über den Mühlgraben und die Rodach sowie Verbreiterung der Eisenbahnkreuzung für die Rodachtalbahn. Die Baukosten belaufen sich für die gesamte Maßnahme auf circa 4,6 Millionen Euro einschließlich aller Kosten. Davon fällt ein Baukostenanteil von rund 3,16 Millionen Euro an den Landkreis Kronach, das Staatliche Bauamt übernimmt 1,13 Millionen Euro. Ein Antrag auf Fördermittel vom Freistaat Bayern ist gestellt und wurde bereits genehmigt. Die Höhe der Förderung ist zwar noch nicht bekannt, man hofft aber auf eine hohe Förderung.

Der Baubeginn der Maßnahme war am 20. September und der Abschluss ist für Ende 2022 geplant. Anschließend soll der weitere Ausbau der KC 16 bis Nurn erfolgen.

Der Dank von Landrat Klaus Löffler galt der bauausführenden Firma Dechant aus Weismain, dem Staatlichen Bauamt für die gute Zusammenarbeit, dem Ingenieurbüro SRP Schneider & Partner für die Planungsumsetzung und die Änderungen, der Regierung von Oberfranken und dem Freistaat Bayern für die in Aussicht gestellte Förderung.

Markt Steinwiesen

Nicht nur auf Kreisebene ist der Ausbau der Einmündung der KC 16 in die Staatsstraße 2207 wichtig. Auch für den Markt Steinwiesen ist dies ein wichtiger Meilenstein, vor allem als Zufahrt in das Industriegebiet und in Richtung Nurn. Bürgermeister Gerhard Wunder betonte, dass man lange Jahre verhandelt habe, denn gerade für Pendler in die Rennsteigregion und in die Firmenstandorte wie Nurn und Tschirn sei dieser Ausbau notwendig. Es sei deshalb wichtig, die Bauarbeiten zügig durchzuführen, damit die Anbindung wieder gewährleistet ist. Damit wolle man im Rodachtal ein Zeichen setzen. Wunder wünschte vor allem einen unfallfreien Bauverlauf und hoffte, dass man eventuell doch eher mit der Maßnahme fertig sein könne.

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