Zukunft
Leerstand macht Platz für Neues
Der Abbruch des ehemaligen Jahns-Bräu Areals war ein erster Schritt zur Revitalisierung des Geländes.
Der Abbruch des ehemaligen Jahns-Bräu Areals war ein erster Schritt zur Revitalisierung des Geländes.
Heike Schülein
F-Signet von Heike Schülein Fränkischer Tag
Ludwigsstadt – Die stabile Finanzlage ermöglicht der Stadt Ludwigsstadt Investitionen in die Infrastruktur. Die Innenstadt soll bis 2025 gestärkt werden.

Eine Bürgerversammlung fand am Mittwochabend in der Hermann-Söllner-Halle statt: In einer Präsentation gab Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) einen Einblick in statistische Zahlen und Fakten der Großgemeinde. Danach ging es um eine Vielzahl von Projekten, die abgeschlossen oder geplant sind.

„Gemeinsam haben wir vieles geleistet“, zeigte sich der Bürgermeister stolz. Aufgrund der stabilen Finanzlage habe man den Haushalt konsolidieren und wichtige zukunftsweisende Projekte realisieren beziehungsweise auf den Weg bringen können.

Die Verschuldung der Stadt habe von 2008 bis 2021 von fast 14 Millionen Euro auf nun rund 2,5 MillionenEuro reduziert werden können. Zurückzuführen sei dies laut Bürgermeister auf Ausgabendisziplin und konsequente Ausschöpfung von Einnahmemöglichkeiten.

Durch erfolgreiche Nutzung von Fördertöpfen für Investitionen habe man Großmaßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur tätigen können. Dankbar zeigte er sich gegenüber dem Freistaat Bayern, der Ludwigsstadt von 2008 bis 2021 mit 12,78 Millionen Euro an Struktur- und Konsolidierungshilfen bedachte. Für 2022 seien weitere 600.000 Euro an Staatshilfen bei Einhaltung der Auflagen bewilligt.

2022 habe sich in Ludwigsstadt und den Ortsteilen erneut vieles getan. Die Abbrucharbeiten von Sudhaus, Bräustüble und Getränkemarkt seien ein erster Schritt zur Revitalisierung des Areals der ehemaligen Jahns-Bräu gewesen. Leider sei die Zusammenarbeit mit Investoren im Bereich Hotellerie/Gastronomie aufgrund der Pandemie ins Stocken geraten und werde nicht weiterverfolgt. Eine Entscheidung über die weitere Entwicklung erfolge voraussichtlich im Ersten Quartal 2023, erklärte der Bürgermeister.

Verworfen worden sei auch auch − aufgrund der aktuellen Baupreissituation − das Vorhaben zur Errichtung einer zukunftsorientierten Wohnanlage im Innenstadtbereich (ehemals KEZ). Der Investor habe das Grundstück an die Stadt zum Bodenrichtwert veräußert. Mit der Herstellung der Außenanlagen hätten die Bauarbeiten für die Parkscheune in Lauenstein ihren Abschluss gefunden. Die Burgbräu-Brache sei rückgebaut worden. Als weitere Schritte folgten die Hanggestaltung und Errichtung einer Stützwand an der B 85.

Kindergarten wird umgebaut

Ebenfalls in Lauenstein wird laut Bürgermeister der ehemalige Kindergarten am Anger zum Kultur- und Vereinshaus umgebaut, während das ehemalige Rathaus mit den darin befindlichen Wohnungen grundlegend saniert worden sei. Die Bagger rollten in der Kronacher Straße 21 und 30, in der Ludwigsstädter Straße 4 in Ebersdorf sowie in der Frankenwaldstraße 39 in Lauenhain. Mit der Fertigstellung des derzeit in Lauenhain im Bau befindlichen Dorfgemeinschaftshauses rechne man im 2. Quartal 2023.

Zudem sei der Gerinneweg im Bereich Dorfgemeinschaftshaus/Dorfteich deutlich gestalterisch aufgewertet worden. Im Zuge der Dorferneuerung Ottendorf liefen derzeit die Bauarbeiten zur Gestaltung der Verkehrsflächen.

Das Betreuungsangebot werde mit der Generalsanierung/Erweiterung des Awo-Kindergartens Lauenhain weiter erweitert. Die Grundschule sei erneut mit IT-Technik ausgestattet worden, botonte der Bürgermeister. In die Infrastruktur investiert worden sei mit der Asphaltierung der zweiten Stichstraße im Baugebiet „Geschwende II“ in Ebersdorf sowie dem Wasserleitungs- und Straßenbau in der Türkenstraße in Lauenstein.

Das Amt für Ländliche Entwicklung habe für die Stadt ein Projektgebiet in der Initiative „boden:ständig“ ausgewiesen. Zwei Fachbüros hätten identifSchwachstellen bei Starkregenereignissen in der Flur identifiziert und Lösungen erarbeitet, sagte der Bürgermeister.

Darüber hinaus habe die Stadt im Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ den Zuschlag für das Projekt „Stadtkern 2025“ bekommen. Ein Fachbüro werde eine Handlungsstrategie zur Stärkung des Innenstadtbereichs erarbeiten.

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