Wettbewerb
Neues Gesicht für den Paradiesplatz in Weißenbrunn
Frohen Mutes sieht Bürgermeister Jörg Neubauer dem Architektenwettbewerb zur Revitalisierung des Paradiesplatzes entgegen.
Frohen Mutes sieht Bürgermeister Jörg Neubauer dem Architektenwettbewerb zur Revitalisierung des Paradiesplatzes entgegen.
Foto: Karl-Heinz Hofmann
Weißenbrunn – Die Gemeinde Weißenbrunn revitalisiert den Paradiesplatz. Aus 15 Architekten-Entwürfen soll am Montag die optimale Lösung ausgewählt werden.

Die Gemeinde Weißenbrunn geht mit dem nächsten Großprojekt auf die Zielgerade. Wenige Tage nach dem Spatenstich für das „Gemeindezentrum am Brunnen“ wird nun die zweite große Säule eines seit Jahren ausgearbeiteten Gemeindeentwicklungskonzeptes (GEK), nämlich die Revitalisierung des Paradiesplatzes, seiner Umsetzung ein Stück nähergebracht.

Der Paradiesplatz ist seit jeher eines der Wahrzeichen der Gemeinde Weißenbrunn. So findet jedes Jahr der beliebte Weihnachtsmarkt dort statt, das Brauer- und Büttnermuseum lockt Besucher mit interessanten Ausstellungsstücken sowie spannenden Braukursen an, und viele Wanderer und Radfahrer nutzen den zentralen Anlaufpunkt für eine gemütliche Rast.

Im Zuge der geplanten Revitalisierung des Paradiesplatzes soll nun das Alte Rathaus saniert und der Paradiesplatz mit seinen angrenzenden Freiflächen umgestaltet werden. Das Brauer- und Büttnermuseum soll abgebrochen und durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt werden. In diesem Neubau sollen künftig auch die Gemeindebibliothek und eventuell sogar ein kleines Lesecafé eine Heimat finden.

88 Bewerber

„Großes Augenmerk soll bei den Planungen auf die Barrierefreiheit, aber auch auf den Denkmalschutz gelegt werden“, erklärte Bürgermeister Jörg Neubauer im Vorfeld eines am Montag stattfindenden Architektenwettbewerbs. Nach der Auslobung des Architektenwettbewerbs im August vergangenen Jahres hatten zahlreiche Architekten die Möglichkeit, sich mit ihren Vorschlägen und gestalterischen Visionen zu bewerben. Ein Architektenwettbewerb ist ein fachlicher Leistungsvergleich, bei dem der Auslober für sein geplantes Projekt vergleichbare Entwürfe erhält, um mit Unterstützung eines Preisgerichts die optimale Lösung für sein Bauvorhaben auswählen zu können. Daher eignet sich diese Art von Wettbewerb vor allem für Planungsaufgaben wie Gebäudeplanungen und städtebauliche Projekte. Aus den 88 Bewerbern wurden unter notarieller Aufsicht elf Teilnehmer ausgelost und weitere vier von der Gemeinde Weißenbrunn vorgeschlagen.

Das Preisrichtergremium, das nicht nur aus Fachpreisrichtern, sondern auch aus Sachpreisrichtern aus dem Gemeinderat besteht, sollte ursprünglich bereits am 8. Dezember 2020 tagen. Aufgrund der zum damaligen Zeitpunkt zugespitzten Pandemielage musste der Termin allerdings abgesagt werden. Da die Inzidenzwerte im Landkreis Kronach inzwischen deutlich zurückgegangen sind, wurde das Zusammentreffen der Preisrichter, bei dem die ersten drei Plätze des Architektenwettbewerbs ausgewählt werden, für Montag, 12. Juli, erneut angesetzt.

Entwürfe werden ausgestellt

Die Gemeinde Weißenbrunn lädt nun alle interessierten Bürger dazu ein, sich die Ideen der Gewinner sowie aller anderen Architekten anschließend anzuschauen. Die abgegebenen Arbeiten werden dafür in der Leßbachtalhalle in Weißenbrunn zu folgenden Zeiten ausgestellt: Dienstag, 13. Juli, von 15 bis 17 Uhr; Mittwoch, 14. Juli, von 16 bis 18 Uhr; Donnerstag, 15. Juli, von 10 bis 12 Uhr; Freitag, 16. Juli, von 10 bis 12 Uhr; Samstag, 17. Juli, von 13 bis 16 Uhr; Sonntag, 18. Juli, von 9 bis 11 Uhr; Montag, 19. Juli, von 15 bis 17 Uhr und Dienstag, 20. Juli, von 15 bis 17 Uhr.

Es wird an diesen Tagen immer jemand aus der Verwaltung, sei es der Bürgermeister, Geschäftsleiter oder die Bauhofleiterin, in der Leßbachtalhalle vor Ort sein, um Bürgern Rede und Antwort zu den präsentierten Entwurfsplänen zu stehen.