Feuerwehr
Doppelter Richtspruch ohne Dach
Durch den Anbau wird das Feuerwehrgerätehaus eine Garage für ein neues Löschgruppenfahrzeug erhalten.
Durch den Anbau wird das Feuerwehrgerätehaus eine Garage für ein neues Löschgruppenfahrzeug erhalten.
Heike Schülein
F-Signet von Heike Schülein Fränkischer Tag
Lauenstein – In Lauenstein wird das Feuerwehrgerätehaus erweitert, weil das neue Löschgruppenfahrzeug untergebracht werden muss.

Traditionell wird nach Errichten des Dachstuhls Richtfest gefeiert. Über einen Dachstuhl verfügt der derzeit in Lauenstein entstehende Feuerwehrhaus-Anbau zwar nicht − der für die Wehr so wichtige Meilenstein wurde dennoch mit einem kleinen Richtfest für die Anbaugarage begangen. Natürlich gab es auch einen Richtbaum, der mit seinen im Wind flatternden rot-weißen Bändern weithin zu sehen war. Und sogar zwei Richtsprüche …

„Auf den Zimmerman wir hier verzichten, denn auf Beton und Stahl wir heute richten“, dichtete auch Joachim Neumann. Der Dank des Architekten galt in seinem aufgrund des fehlenden Dachstuhls etwas anderem Richtspruch zuallererst „dem Stadtrat, der diesen Bau beschlossen hat sowie, als wenn Bau’n sein Hobby wär, war Bürgermeister Ehrhardt der, der pausenlos gedrängt hat.“

Großen Respekt zollte er den Lorenz Architekten sowie der Firma Günther-Bau mit Polier Thomas Wiedel und seinen Mannen, deren Leistung in einer kaum zweimonatigen Bauzeit man nicht hoch genug schätzen könne. Den Feuerwehrkameraden unter Vorsitz von Markus Dietz dankte er für den Richtschmaus. „Aber nicht vergessen: Die Eigenleistung ruft. Da bleibt zwischen den Jahren keine Luft. Um auch im Altbau noch alles fertigzustellen und den Neubau innen farblich aufzuhellen, steigt statt Uniform dann eben in die Malerkluft“, mahnte er.

Dass die Zeit tatsächlich etwas drängt, hat einen erfreulichen Grund. Die Wehr kann voraussichtlich bereits Anfang Februar ihr neu bestelltes Löschgruppenfahrzeug (LF 10) abholen. Die Ersatzbeschaffung war auch der Grund für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses um einen entsprechenden Stellplatz, nachdem das Bestandsgebäude zu klein ist. In diesem Zusammenhang erfolgen auch diverse Sanierungsmaßnahmen und Innenumbauten im Altbau, wofür sich Bürgermeister Timo Ehrhardt den Kameraden sehr dankbar zeigte.

Den Lobesworten des Richtspruchs an alle Bauverantwortlichen konnte sich das Stadtoberhaupt nur anschließen, wobei er auf die besondere Lage zwischen zwei Objekten hinwies. Joachim Neumann und den Architekten sei es gelungen, dass sich der Anbau sehr harmonisch in das Ensemble einfüge. Die Maßnahme stelle einen wichtigen Meilenstein für die örtliche Wehr dar. Sei es doch wichtig, den Aktiven ein vernünftiges Fahrzeug an die Hand zu geben beziehungsweise für diese optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen. Seitens der Stadt zeichneten insbesondere Geschäftsleiter Frank Ziener, Sachbearbeiter Jochen Solbrig und Bauhofleiter Claus Lindig für das Bauprojekt verantwortlich.

Damit setze man im Ort einen weiteren wichtigen Akzent, nachdem gerade aktuell zukunftsträchtige Maßnahmen in Lauenstein wie der Bau der Parkscheune, die Sanierung des ehemaligen Rathauses sowie der Umbau des ehemaligen Kindergartens zum Kultur- und Vereinshaus realisiert würden. Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses sei aktuell die Maßnahme mit dem prozentual größten finanziellen Anteil der Stadt. Insgesamt habe die Stadt 396.000 Euro für die mit 427.000 Euro zu Buche schlagende Maßnahme zu tragen.

Erster FFW-Vorsitzender Markus Dietz verteilte Gutscheine für ein Erinnerungspräsent in Form eines Bierglases.

Polier Thomas Wiedel gab den Dank nicht nur an die Stadt, sondern insbesondere auch an die Nachbarn zurück: „Ludwigsstadt und Lauenstein sind einfach top!“ Einen zweiten Richtspruch hielt der Geschäftsführer von Günther-Bau, Steffen Groschupp, beginnend mit den Worten: „Nach harten, arbeitsreichen Tagen grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land …“

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