Endlich Spatenstich
Wallenfelser Wehr musste gut 40 Jahre warten
Die Baustelle für das neue Feuerwehrgerätehaus in Wallenfels wurde unter Gottes Segen gestellt.
Die Baustelle für das neue Feuerwehrgerätehaus in Wallenfels wurde unter Gottes Segen gestellt.
Foto: Susanne Deuerling
Wallenfels – Seit 39 Jahren wartet die Feuerwehr Wallenfels auf ein eigenes Domizil. Jetzt werden die letzten Weichen fürs Gerätehaus gestellt.

Strahlender Sonnenschein begleitete die feierliche Zeremonie beim Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Wallenfels. Ein denkwürdiges Ereignis, denn zum ersten Mal in der Geschichte der Wehr wird ein Haus speziell nur für sie gebaut.

In all den vergangenen Jahrzehnten war die Feuerwehr irgendwie immer provisorisch untergebracht, erst im alten Schulhaus, dann im alten Bauhofgebäude, das umgebaut wurde. Nun endlich gibt es ein echtes Feuerwehrhaus, das auch wirklich zu diesem Zweck konzipiert wurde.

Beim Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Wallenfels (v. l.): Andreas Krauter, Klaus Löffler, Cornelia Schein, Jens Korn, Caro Wicklein, Ronny Reuther, Joachim Ranzenberger, Kersten Schöttner und Gottfried Jagusch-Pezolt sowie Jan Poja.
Beim Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Wallenfels (v. l.): Andreas Krauter, Klaus Löffler, Cornelia Schein, Jens Korn, Caro Wicklein, Ronny Reuther, Joachim Ranzenberger, Kersten Schöttner und Gottfried Jagusch-Pezolt sowie Jan Poja.
Foto: Susanne Deuerling

Wie Bürgermeister Jens Korn ausführte, war dieses Projekt nicht so einfach umzusetzen. Aus diesem Grund wurde eigens eine Arbeitsgruppe gegründet. Ein Glücksfall war das Areal auf dem Wollergelände, das zu einer realistischen Preisvorstellung erworben werden konnte. Hierbei förderte der Freistaat Bayern den Erwerb und Rückbau mit 90 Prozent aus der Förderoffensive Nordost Bayern. Standort und Ausstattung waren so weit geklärt, aber die wichtigste Frage war, wie sollte man dieses Projekt mit einen Baukostenvolumen von drei Millionen Euro und nur 300.000 Euro Förderung als finanzschwache Stadt überhaupt schultern? Eine Lösung bot sich in einem Geschäftsbesorgungsvertrag. Das ist ein kreditähnliches Rechtsgeschäft. Somit stand dem Vorhaben „Feuerwehrhausneubau“ nichts mehr im Wege.

Ende der provisorischen Lösungen

„Heute ist ein Feiertag für die Feuerwehr Wallenfels“, sagte Kommandant Ronny Reuther. Endlich ist der Startschuss für eine zukunftsfähige Unterbringung der Wallenfelser Wehr gefallen. Eigentlich sollte man 1983 nur fünf Jahre im provisorischen Haus im Schlag bleiben, nun sind es bereits 39. Aber es ist ein Ende in Sicht.

Und so freuten sich mit dem Kommandanten die gesamte Wehr und der Feuerwehrverein, dass man vielleicht in eineinhalb bis zwei Jahren endlich ins neue Haus einziehen kann. Reuther dankte dem Bürgermeister und dem Stadtrat, die sich den Neubau auf die Fahne geschrieben und ihr Wort gehalten haben.

Alte Räume sind nicht mehr zumutbar

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger erklärte, die bisherige Unterkunft sei schon seit Jahren nicht mehr zumutbar. Landrat Klaus Löffler sprach von einem Meilenstein. Der Bau habe nicht nur Auswirkungen auf die Stadt, sondern auf das gesamte Obere Rodachtal. Pfarrer Andreas Krauter und Pater Jan Poja beteten um den Beistand des Herrn bei den Bauarbeiten.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: