Tragödie in Kronach
Zu Besuch in der Unterkunft der Angst
Familie Nebed steht unterhalb des Balkons, über den sich der mutmaßliche Täter Zugang zum Zimmer seiner Exfreundin verschaffte.
Familie Nebed steht unterhalb des Balkons, über den sich der mutmaßliche Täter Zugang zum Zimmer seiner Exfreundin verschaffte.
Foto: Sandra Hackenberg
Kronach – Vor dem mutmaßlichen Doppelmord soll der Tatverdächtige für Terror in der Kronacher Unterkunft gesorgt haben. Sein häufigstes Ziel: das spätere Opfer.

Scherben liegen im regennassen Gras vor dem hellen Holzbau. Eine Sperrholzplatte verschließt notdürftig das Loch im ersten Stock, wo bis vor wenigen Tagen noch ein großes Glasfenster den Blick auf ein Stück Industriegelände frei gab. Die Hauswand kohlrabenschwarz, gezeichnet von den Flammen, die sich von dem kleinen Zimmer der Asylunterkunft in der Ludwigsstädter Straße ihren Weg nach draußen gebahnt haben. Unter dem Dach die verschmorten Reste einer Regenrinne, malträtiert von tausenden Grad Hitze. Asylunterkunft Kronach: Mutter und Tochter sterben Neun Menschen, darunter hauptsächlich Frauen und Kinder, ...

Weiterlesen mit
Kostenlos testen
  • exklusiv
  • regional
  • hintergründig
1 Monat kostenlos und danach 9,99 € monatlich

Scherben liegen im regennassen Gras vor dem hellen Holzbau. Eine Sperrholzplatte verschließt notdürftig das Loch im ersten Stock, wo bis vor wenigen Tagen noch ein großes Glasfenster den Blick auf ein Stück Industriegelände frei gab.