Mehr Klimaschutz
Besserer Schutz für den Kommunalwald
Beim Waldgang  informierten sich im Jahr 2022 die Gemeinderäte über die Situation ihres Waldes.
Beim Waldgang informierten sich im Jahr 2022 die Gemeinderäte über die Situation ihres Waldes.
Philipp Bauernschubert/Archiv
F-Signet von Philipp Bauernschubert Fränkischer Tag
Thundorf – Starke, widerstandsfähige Bäume sind ein Ziel für die Zukunft. Auch in Thundorf will der Gemeinderat daran arbeiten.

In der Jahresschlusssitzung des Gemeinderates Thundorf ging es um das Bundesförderungsprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“. Forstdirektor Hubert Türich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und Revierförster Matthias Lunz stellten das neue Bundesförderprogramm und die dazugehörigen Karten mit den möglichen Stilllegungsflächen vor.

Damit soll erreicht werden, dass produktive Wälder erhalten, entwickelt und der natürliche Kohlenstoffspeicher Wald erhalten bleibt. Dabei müssen Kriterien erfüllt werden. Das sind unter anderem die Waldverjüngung, die natürliche Waldentwicklung, der Erhalt von klimaresilienten, standortheimischen Baumarten und der Verzicht auf Kahlschläge.

Keine Pflanzenschutzmittel

Auch ein Mehr an Totholz, die Kennzeichnung, der Erhalt von mindestens fünf Habitatbäumen, die Neuanlage von Rückegassen, der Verzicht auf Düngung und die Verwendung von Pflanzenschutzmittel und Schritte zur Wasserrückhaltung, gehören dazu.

Für die natürliche Waldentwicklung und deren Förderung, verpflichten sich Waldbesitzer die Kriterien auf zehn Jahre einzuhalten. Der verpflichtende Nutzungsverzicht auf fünf Prozent der Waldfläche muss 20 Jahre eingehalten werden. Diese Bindungsfristen gelten nur so lange, wie auch finanziell gefördert wird, aktuell bis 2026 mit 100 Euro pro Hektar Wald.

Wird das Programm aufgrund fehlender Finanzierung beendet, müssen alle Kriterien nicht mehr eingehalten werden. Der Gemeinderat beschloss, einen Förderantrag zu stellen, allerdings nur dann, wenn ein Antrag nach Bekanntgabe der genauen Zuwendungsvoraussetzungen zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückgezogen werden kann.

Wasserverbrauchsgebühr festgesetzt

Der neue Kalkulationszeitraum für die Wasserverbrauchsgebühren, läuft von 2023 bis 2025, so ein Beschluss des Gemeinderates. Die Gebühr wurde auf 1,22 Euro festgesetzt. Der aktuelle Kalkulationszeitraum wird am 31. Dezember mit einem Überschuss von circa 57.240 Euro enden.

Neue Gebühren für Bestattungen

Neue Gebühren wurden für das Bestattungswesen ab 2023 beschlossen. Die letzte Erhöhung geht auf das Jahr 2003 zurück. Die neuen Gebühren für die Graböffnung, das Schließen des Grabes, einschließlich Grabbelegung, betragen ab 1. Januar 2023, 360 Euro für Normaltiefe, 410 Euro für eine Tieferbettung und 120 Euro für ein Urnengrab.

Geld für Vereine

Genehmigt wurden Förderanträge von Vereinen. Die Förderung erfolgt jedoch nur dann, wenn das Regionalbudget keine Zuschüsse bezahlt. Zuwendungen erhalten: Hausbrauer Thundorf für die Anschaffung eines Gärbottichs (2000 Euro), Lauertalkapelle Rothhausen und Blaskapelle Thundorf, jeweils für die Vereinskleidung (jeweils 2500 Euro) sowie der Verein „Thundorfer Geschichten e.V.“ für die Anschaffung und Ausstattung eines mobilen Aufnahmestudios (1900 Euro).

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