Energie
Oerlenbach befürwortet Bau von zwei Windrädern
Oerlenbach will zwei Windkraftanlagen bauen.
Oerlenbach will zwei Windkraftanlagen bauen.
Symbolbild: Tom Weller, dpa
F-Signet von Hans-Peter Hepp Fränkischer Tag
Oerlenbach – Beim ersten Anlauf scheiterte die Umsetzung vor wenigen Jahren an einem Votum der Bürger.

Eine deutliche Mehrheit (16 Ja- gegenüber 4-Nein-Stimmen) befürwortet den Bau von zwei zusätzlichen Windkraftanlagen. Diese sollen im Forst bei Eltingshausen entstehen. Die Planungen hierfür sind nicht neu und stammen von der Energie Allianz Bayern. Beim ersten Anlauf scheiterte die Umsetzung vor wenigen Jahren an einem Votum der Bürger. Auch jetzt meldeten einige gewählte Vertreter ihr Missfallen an, für den Bau, den Betrieb und für eventuellen Reparaturen werden Bäume gefällt, der Standort widerspricht dem Wunsch einiger Ratsmitglieder.

Vorplanung zwei Jahre

Einig war man sich, dass ein Freiflächenstandort wegen des Natur- und Artenschutzes wohl nicht mehr umgesetzt werden könne und dass die neue Rechtslage (Wegfall der alten 10H-Regelung) dem Bauherrn eine wesentlich bessere Chance für den Bau bietet als vor Jahren. Für den Standort spreche, so Rogge, dass die Bauzeit wegen der Vorplanungen nur zwei Jahre betragen werde; bei einer Neu-Projektierung müsse man rund das Dreifache ansetzen. Darüberhinaus verspricht sich die Kämmerei eine hohe fünfstellige Einnahme aus der Pacht und dem Betrieb der modernen und leistungsfähigen Windräder. Nico Rogge möchte vertraglich regeln, dass der in Eltingshausen erzeugte Strom hiesigen Betrieben zugute kommt.

Zusammenarbeit befürwortet

Die vom Landkreis angestoßene Zusammenarbeit in Sachen „erneuerbare Energie“ wird auch von den Ratsmitgliedern positiv gesehen. Die skizzierten Ideen versprechen eine faire Verteilung der Anlagen im Kreisgebiet, eine mögliche Beteiligung der Kommunen und Bürger und auch ein Modell zur Selbstnutzung des erzeugten Stroms. Der Rat legt aber Wert darauf, dass auch durch die gemeinsame Organisation in Form eines Kommunalunternehmens privatwirtschaftliche Aktivitäten nicht zurückgedrängt werden sollen. Der Beschluss für einen Beitritt wird in einer späteren Sitzung formuliert, die Möglichkeit, bei „Nichtgefallen“ das Bündnis später wieder verlassen zu können, war einigen Räten besonders wichtig.

Baupläne verworfen

Weil sich zwei Bauherren vollkommen an den Bebauungsplan halten, informierte Bürgermeister Nico Rogge den Gemeinderat lediglich über die Neubauten im Bereich Thüringer Straße in Eltingshausen. Auch berichtete Rogge, dass acht Interessenten bisher ihre Pläne verworfen hatten und nicht mehr ins Neubaugebiet ziehen möchten.

Hebesatz-Ordnung

Nun hat Oerlenbach auch eine Hebesatz-Ordnung. Dieses übersichtliche Dokument listet die vom Gesetzgeber gewollten Inhalte rund um Grund- und Gewerbesteuer auf. Die Sätze selbst bleiben davon unberührt. 350 Prozent gilt derzeit für die beiden Grundsteuerarten, 400 Prozent für die Gewerbesteuer. Manfred Greubel stimmte gegen die Satzung.

Schild nach Douvre

Ein Schild soll den Weg zur Partnerstadt Douvre weisen, damit will Oerlenbach seine Verbundenheit zur französischen Gemeinde und zum Partnerschaftskomitee deutlich machen. Das Komitee feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Das Schild selbst kostet etwas über 1000 Euro. Oerlenbach möchte aber auch die Umgebung neu gestalten und bewirbt sich mit den Planungen beim Regionalbudget 2023. Erste Schätzungen liegen für diese Variante bei 5000 Euro. Sollte die Idee bei den Kleinprojekten der Allianz nicht berücksichtigt werden, wird die Gemeinde die einfache Variante selbst umsetzen. In Frankreich steht bereits ein Wegweiser nach Franken.

Kindergarten will Heizkosten sparen

Mit moderner, smarter Technologie will der Kindergarten St. Dionys in Rottershausen Heizungskosten sparen. Die speziellen Thermostate kosten rund 3800 Euro, aus dem Gemeindesäckel fließen 80 Prozent Zuschuss. Auch die notwendigen Möbel für die KiTa werden von der Gemeinde unterstützt, 80 Prozent der 3400 Euro zahlt die Gemeinde. Und auch beim Neukauf für teures pädagogisches Material hilft Oerlenbach: die Hälfte steuert die Gemeinde bei , die Finanzierung der Gesamtsumme darf sich über zwei Jahre hinziehen, beschloss das Ratsgremium einstimmig. In Rottershausen, das berichtete der Rathauschef, habe es einen „Babyboom“ gegeben, die Kita muss deshalb zusätzliche Infrastruktur stellen.

Gesundheitstage

Die Verwaltung soll die Idee von Gesundheitstagen in Oerlenbach vorantreiben. Als mögliche Partner nannte Nico Rogge eine Krankenkasse und die Bundespolizei. Im Juni könnte der Gesundheitstag stattfinden.

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