Neujahrsempfang
Bürgermedaille verliehen
Zum Neujahrsempfang würdigte Bürgermeister René Gerner (links) Bürger aus Fuchsstadt, die Außergewöhnliches für den Ort leisteten: (von links) Rainer Lell, Elisa Eich, Renate Pfülb und Sabina Jaborek-Hugo.
Zum Neujahrsempfang würdigte Bürgermeister René Gerner (links) Bürger aus Fuchsstadt, die Außergewöhnliches für den Ort leisteten: (von links) Rainer Lell, Elisa Eich, Renate Pfülb und Sabina Jaborek-Hugo.
Winfried Ehling
F-Signet von Winfried Ehling Fränkischer Tag
Fuchsstadt – Bürgermeister René Gerner blickt positiv in die Zukunft beim Neujahrsempfang im „Eulentreff“.

Die Gemeinde geht voller Optimismus in das noch junge Jahr. Trotz der schmerzlichen Pause in den Corona-Ära haben Fuchsstadt und seine Einwohnerschaft wieder Mut geschöpft und kehren zur Normalität zurück. „Das ist wichtig für uns“, unterstrich Bürgermeister René Gerner beim Neujahrsempfang, dem ersten der Legislaturperiode im „Eulentreff“.

„Wir haben Gründe, unzufrieden zu sein“, sagt der Rathausobere mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und die energiepolitische Weltlage. „Doch das bringt uns nicht weiter – auch wenn manches im verflossenen Jahr auch bei uns schief gelaufen ist“, räumte er ein. „Wir haben gelernt ,wie man Windräder sprengen und Fundamente mit einem Bagger relativ schnell entfernen kann. Doch war die schwierige Zeit auch mit vielen, guten Momenten und Erinnerungen bestückt“, zeigte sich Gerner überzeugt.

Zu den positiven Taten zählte er die Aufnahme von zwei aus der Ukraine geflüchteten Familien im Pfarrhaus, das für diesen Zweck von Freiwilligen renoviert wurde. Höhepunkte waren der Gewinn des Bezirksentscheids im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, die Fertigstellung des „Insektengärtles“ sowie des „Entspannungsgartens“. Hier galt dem Obst- und Gartenbauverein hohes Lob, speziell dem Engagement von Waldemar und Alfred Kippes und Josef Stockmann.

Silberne Plakette gewonnen

Die Dorfwette bewies, dass die „Fuschter“ auch aus dem Handgelenk reagieren können. Letztlich war es auch die silberne Plakette, die Fuchsstadt aus Landeswettbewerb in Veitshöchheim mit nach Hause brachte und „die uns mehr als glücklich machte“.

Was plant die Gemeinde im laufenden Jahr? Die Windräder sollen bis spätestens Ende Februar Strom erzeugen, und der Bau des Solarparks könnte noch im dritten Jahres-Quartal beginnen. Die Umsetzung des Nahwärmenetzes ist im vollen Gange, wenn auch noch im formellen Teil. Dazu wurde eine Genossenschaft gegründet.

Verdiente Mitbürger geehrt

Beim von den Fuschter Musikanten umrahmten Neujahrsempfang ehrte der Bürgermeister mehrere Bürger. Die höchste Auszeichnung, die Bürgermedaille für besondere Verdienste, erhielt Rainer Lell, der seit 33 Jahren den „Vorzeigeverein“, den Fuschter Faschings-Club, als Vorsitzender führte. Zwar legte er dieses Amt nieder, ist aber immer noch ein Joker und Sitzungspräsident in den Reihen der heimischen Narren. Lell führte stets souverän durch die „Bunten Abende“, war aber auch in mehreren Teams Mitglied, wie dem Männerballett und der „Verunsicherung“.

„Es hat immer Spaß gemacht, und ich hoffe, dass mein Nachfolger, Benny Schaupp, ebenfalls den Rückhalt im FFC hat, wie er mir entgegengebracht wurde“, verabschiedete sich Lell.

Eine junge Frau, die nicht nur das Abitur mit Bestnote abschnitt, sondern auch sportlich auf hohem Niveau agiert, ist Elisa Eich. Sie fuhr nicht nur drei bayerische Meistertitel ein, sie schaffte zudem den neunten Platz über 400m-Hürden bei der Deutschen Meisterschaft. Per Urkunde und Präsent ernannte sie Gerner zur Fuchsstädter „Sportlerin des Jahres“. Dank, eine Urkunde und ein Blumengebinde nahm Sabina Jaborek-Hugo entgegen für zehn Jahre als Bereitschaftsleiterin des Rotkreuz-Verbands Fuchsstadt. Renate Pfülb legte nach 21 Jahren ihr Amt als Ortsbäuerin aus Altersgründen nieder. Auch ihr gebührten ein Blumenstrauß und die Dankesurkunde.

Beim FC Zuhause

Georg Stöths Welt war zunächst der heimische FC. Doch verfügte er noch über andere, teils erstaunliche Talente als Kunsthandwerker und Maler sowie als Regisseur bei der FC-Theatergruppe, bei unvergessenen Theaterstücken in den Gaden. Er gestaltete den Eingang des Insektengärtles und kümmerte sich um Renovierungen, zum Beispiel an und in der Kirche oder beim Fuchsstädter Wappen.

Dieter Büttner, der „Mann mit dem grünen Daumen“, nannte Gerner den Hansdampf in allen Gassen. Er hat zahlreiche Grünmaßnahmen im Ort geplant und mitgestaltet. Man denke an der Friedhof, den Erlebnisgarten und den Insektengarten. Derzeit plant er die Begrünung am Festplatz.

Marion Friedl, die sich 35 Jahre für den Tierschutz einsetzte, erhielt bereits das Bundesverdienstkreuz und jetzt das Lob sowie ein Präsent der Gemeinde. Norbert Wahler stellte sich der Feuerwehr als Polier beim Anbau des Gerätehauses zur Verfügung. Auch ihm wurde gedankt. Es gäbe noch viele Personen zu nennen, denen Gerner lobende Worte aussprach oder ein Präsent übergab. Diese alle aufzuführen würde den zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen. Doch zeigte sich auf diese Weise, was Zusammenhalt, Unterstützung ohne große Worte, Hilfsbereitschaft und die Liebe zur Heimat in Fuchsstadt vermögen.

 

 

 

 

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