Bombenalarm
Was den "Bomben-Mann" nach Ebersdorf führte
Binnen weniger Minuten war am Montag (20. Juni) ein Großaufgebot der Polizei an der Schule in Ebersdorf bei Coburg.
Binnen weniger Minuten war am Montag (20. Juni) ein Großaufgebot der Polizei an der Schule in Ebersdorf bei Coburg.
Foto: Berthold Köhler
Ebersdorf – Was die Polizei jetzt über den Mann weiß, der am Montag (20.Juni) an der Schule in Ebersdorf bei Coburg mit einer Bombe gedroht hat.

Die ersten Annahmen direkt nach der Tat haben sich bestätigt: Der 35-Jährige aus den Niederlanden, der am Montag (20. Juni) gegen 11 Uhr damit gedroht hat, dass sich eine Bombe an der Grund- und Mittelschule befindet, ist durch Zufall ins Coburger Land gekommen. Christian Raithel von der Pressestelle des Polizeipräsidiums von Oberfranken hat am Dienstagabend dem Coburger Tageblatt auf Anfrage bestätigt, dass es „keinen ersichtlichen Grund“ dafür gibt, dass sich der 35-Jährige ausgerechnet Ebersdorf für seine wirre Aktion ausgesucht hat.

Die Freiwilligen der Ebersdorfer Feuerwehren sperrten das Schulgelände weitläufig ab.
Die Freiwilligen der Ebersdorfer Feuerwehren sperrten das Schulgelände weitläufig ab.
Foto: Berthold Köhler

So ist die Bombendrohung gelaufen

Der Mann hatte am Montag gegen 11 Uhr dem Schulleiter, Max Lachner, gegenüber geäußert, dass er eine Bombe an der Schule installiert habe und es bald „Boom Boom“ machen werde. Der Schulleiter verständigte daraufhin sofort die Polizei, löste Feueralarm aus und ließ die Schule räumen. Bei der Aktion wurde niemand verletzt, auch die Aufregung hielt sich in Grenzen. Dennoch war  das Kriseninterventionsteam für oberfränkische Schulen am Tag nach dem Großeinsatz in der Ebersdorfer Grund- und Mittelschule, um die Ereignisse gemeinsam mit Schülern und Lehrern aufzuarbeiten. Der verwirrte 35-Jährige, der bei seiner Festnahme keinen Widerstand geleistet hat, wurde von der Polizei in einer Bezirksklinik untergebracht. Er wird sich zudem strafrechtlich wegen Androhung einer Straftat verantworten müssen.