Auf der Autobahn
Sturzbetrunken: Lkw-Fahrer verursacht zwei Unfälle
Ein Lkw-Fahrer hat betrunken gleich zwei Unfälle verursacht, der erste ereignete sich in Rödental, der zweite in Breitengüßbach..
Ein Lkw-Fahrer hat betrunken gleich zwei Unfälle verursacht, der erste ereignete sich in Rödental, der zweite in Breitengüßbach..
Foto: marekbidzinski/Adobe Stock
Rödental – Nachdem ein Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug einen Kleintransporter in die Mittelschutzplanke gedrückt hatte, fuhr er einfach weiter.

Betrunken verursachte ein Lkw-Fahrer aus Weißrussland mit seinem Sattelzug am Montagnachmittag gleich zwei Unfälle auf der A 73 in Richtung Nürnberg. Das teilte die Verkehrspolizei Coburg mit. Personen wurden zum Glück nicht verletzt.

Was ist passiert?

Zum ersten Unfall kam es im Bereich der Anschlussstelle Rödental. Dort wollte der Sattelzugfahrer wollte einem anderen Lkw die Einfahrt auf die A 73 ermöglichen und wechselte deshalb auf den linken Fahrstreifen. Weil er dabei offenbar nicht auf den Verkehr achtete, übersah er dabei einen Kleintransporter.

Der Kleintransporter, in dem ein Monteur aus der Oberpfalz unterwegs war, wurde von dem Sattelzug komplett an die Mittelschutzplanke gedrückt. Dabei sprang die Beifahrerscheibe, der rechte Außenspiegel wurde abgerissen und es entstand ringsum ein erheblicher Blechschaden. Der Fahrer des Kleintransporters kam mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt. Der weißrussische Sattelzugfahrer setzte seine Fahrt einfach fort.

Der zweite Unfall ereignete sich im Bereich einer Baustelle an der Anschlussstelle Breitengüßbach-Süd, dort streifte der Sattelzugfahrer eine Betongleitwand und überfuhr mehrere Warnbaken. Auch hier fuhr er einfach weiter.

Zeugen fotografierten Kennzeichen

Zwei Augenzeugen des ersten Unfalls bei Rödental hatten ein Foto des Sattelzugs gemacht, auf dem auch das Kennzeichen zu sehen war. Die Polizei konnte damit sofort den Fahrzeughalter ermitteln. Dieser musste wegen eines geplatzten Reifens am Autobahnparkplatz Zückshuter Forst (Landkreis Bamberg) anhalten.

Beamte der Verkehrspolizei Bamberg und Polizei Bamberg-Land nahmen den Fahrer in Empfang. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,76 Promille. Der Fahrer war so stark betrunken, dass er nach richterlicher Anordnung in einer Gewahrsamszelle der Polizei Bamberg bis zum nächsten Morgen ausgenüchtert werden musste. Er muss nun mit einer hohen Geldstrafe und einem mehrmonatigen Fahrverbot in Deutschland rechnen.

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