Tourismus
Seßlach ist bildschön und toll für Selfies
Carsten Höllein, Maximilian Neeb, Maria Brückner, Martine Kilian, Renate Schubart-Eisenhardt und Silvia Tauss (von links) gucken vor der mittelalterlichen Kulisse Seßlachs durch einen Bilderrahmen.
Carsten Höllein, Maximilian Neeb, Maria Brückner, Martine Kilian, Renate Schubart-Eisenhardt und Silvia Tauss (von links) gucken vor der mittelalterlichen Kulisse Seßlachs durch einen Bilderrahmen.
Foto: Bettina Knauth
Seßlach – Perfekt zum Fotografieren: Neue Installationen leiten zu den schönsten Stellen für Selfies in und um Seßlach herum.

Fotos und Selfies leicht gemacht: Die mittelalterliche Stadt Seßlach hat ihre pittoresken Winkel neu in Szene gesetzt. Zwei Bilderrahmen weisen auf die schönsten Ansichten des Kleinods mit der vollständig erhaltenen Stadtmauer hin, fünf weitere Bodenpunkte laden zu Aufnahmen oder Portraits vor einmaliger Kulisse ein. „Der Tourismus- und Kulturausschuss der Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, die An- und Aussichten der historischen Altstadt für ihre Besucher aufzuzeigen“, erläutert Maria Brückner, die sich für den Tourismus verantwortlich zeichnet. Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) findet die neuen Blickpunkte „cool“ und hofft so, die touristische Attraktivität der Stadt besser herauszustellen.

#sesslachimblick

Die beiden quadratischen Rahmen wurden ebenso wie die fünf Stahlplatten, die nun die Bodenpunkte markieren, mit Hilfe des Seßlacher Industrieunternehmens Geiss AG angefertigt und vom Bauhof der Stadt installiert. Alle sieben Stationen sind mit dem Hashtag #sesslachimblick versehen. Dieser soll als „kleiner Baustein fürs Stadtmarketing“ in den sozialen Netzwerken reichlich Verwendung finden und für einen positiven Werbeeffekt für die Stadt Seßlach sorgen, hofft Neeb. Mit einer Verlosung unter allen Hashtag-Verbreitern soll die Nutzung noch weiter angekurbelt werden.

Neeb, Brückner, Schubart-Eisenhardt, Kilian, Höllein, Tauss (von links) am Bodenpunkt Stadtmauer
Neeb, Brückner, Schubart-Eisenhardt, Kilian, Höllein, Tauss (von links) am Bodenpunkt Stadtmauer
Foto: Bettina Knauth

„Wir sind stolz auf unser Stadtbild, auf die Ecken und Gassen“, betonte Carsten Höllein (SPD), Vorsitzender des Tourismus- und Kulturausschusses, bei der Vorstellung der „Blickpunkte“ am Dienstag. Gerade zur Corona-Zeiten habe er beobachtet, wie Besucher durch die Stadt flanierten und nach passenden Spots für ein Foto oder Selfie suchten. Der 3. Bürgermeister hatte damit die gleiche Idee wie Ausschussmitglied Martina Kilian (FW), die diese dann laut Höllein als „kreativer Kopf“ weiterentwickelte. Umgesetzt wurde das Projekt von Maria Brückner. Und das alles dank des Sponsors praktisch „ohne Belastung des Stadtsäckels“, wie Höllein betonte.

Stadtratsmitglieder wählten die Standorte für die besten Selfies aus

Ausgesucht hat die passenden Standorte der Ausschuss. Dass dabei „oft mehr dahintersteckte als vermutet“, darauf wies Neeb hin: Manch Wunsch-Standort ließ sich nicht verwirklichen, weil etwa im Boden verlaufende Kabel dies verhinderten.

Bilderrahmen für die Rodachaue
Bilderrahmen für die Rodachaue
Foto: Bettina Knauth

Die beiden Bilderrahmen befinden sich an der alten Rodachbrücke bzw. am Dr. Müller-Zwinger zwischen Schule und Stadtmauer. Dort können sich die Fotografen selbst im Rahmen ablichten oder durch den Rahmen hindurch die Kulisse verewigen.

Rahmen und Punkte weisen Fotografen den Weg

Zwei der Bodenpunkte liegen in der Luitpoldstraße: Sie rücken einmal den Blick Richtung Geiersberger Tor und einmal die Stadtpfarrkirche und ihre Umgebung in den Fokus. Die Kirche ist auch vom Bodenpunkt am Oberen Zwinger gut zu sehen, ebenso wie die Stadtmauer mit ihren Türmen, die Alte Schule und die ehemalige Salzfaktorei. In der Pfarrgasse weist der nächste Punkt auf das Kommunbrauhaus und die Alte Schmiede. Den fünften Punkt gilt es noch zu installieren: Er wird am neuen „Mini-Kreisverkehrsplatz“ das Hattersdorfer Tor in den Mittelpunkt stellen.

Idee mit Foto- und Selfie-Punkten soll ausgedehnt werden

Gern möchte die Stadt die Idee der Foto- und Selfie-Punkte auf die Stadtteile ausdehnen. Mögliche Standorte wären die Kapelle an der Heiligenleite in Gemünda oder in Heilgersdorf das Schloss oder der Christenstein. Weitere Vorschläge aus der Bevölkerung nimmt die Stadtverwaltung gern entgegen, wie Brückner sagte.

Schubart-Eisenhardt, Neeb, Kilian, Brückner, Höllein (von links) am Bodenpunkt Brunnen
Schubart-Eisenhardt, Neeb, Kilian, Brückner, Höllein (von links) am Bodenpunkt Brunnen
Foto: Bettina Knauth

Bereits zum 675. Stadtjubiläum hatte Sven Hedrich im Zuge der Aktion „Seßlach rockt!“ 2010 Details in der historischen Altstadt mit seinen „Blickwinkeln“ in den Fokus gerückt, die ebenfalls von der Geiss AG gesponsert wurden. Hedrichs Motto: „Das sichtbar machen, was offensichtlich ist“ – und was trotzdem mitunter selbst dem aufmerksamsten Betrachter entgeht. Nun bleibt nur zu hoffen, dass die Fotopunkte in der Stadt auch gut sichtbar bleiben und nicht unter parkenden Autos verschwinden.

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