Auszeichnung
Stadt Neustadt ehrt Isolde Kalter
Oberbürgermeister Frank Rebhan übergibt Isolde Kalter eine Urkunde.
Oberbürgermeister Frank Rebhan übergibt Isolde Kalter eine Urkunde.
Foto: Julia Zenglein
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Neustadt bei Coburg – Seit 25 Jahren ist Isolde Kalter ehrenamtliche Heimatpflegerin der Stadt Neustadt. Nun wurde sie geehrt.

Vor 25 Jahren hat Isolde Kalter das Amt als Heimatpflegerin der Stadt Neustadt übernommen. Jetzt wurde die 61-Jährige von der Stadt Neustadt für ihr Ehrenamt ausgezeichnet.

Vom Vater inspiriert

Zu dem Ehrenamt ist sie damals über ihren Vater Helmut Scheuerich gekommen, der vor ihr Heimatpfleger war. Als sie das Amt übernommen hat, hatte Isolde Kalter gerade zwei kleine Kinder zu Hause. So hat sie in der Anfangszeit einen Großteil der Arbeit dann erledigt, wenn die Kinder geschlafen haben. Durch ihren Vater wusste sie bereits im Vorfeld, was auf sie zukommt.

Zu den Aufgabenbereichen von Isolde Kalter gehören neben der Stadtgeschichte unter anderem die Stadtplanung und der Denkmalschutz. Außerdem ist sie bei den Jubiläen von Neustadts Stadtteilen gerne gesehen. „Als Heimatpflegerin beschäftige ich mich damit, wie die Kleidung damals ausgesehen hat oder was es für ein Adelswappen gab. Ich hab für die Feiern auch schon mittelalterliche Rezepte, wie zum Beispiel Karpfengulasch, rausgesucht“, sagte Isolde Kalter vor kurzem bei einem Gespräch mit unserer Zeitung. Bei den Jubiläen gehe es ihr vor allem darum, das Bewusstsein der Leute dafür zu stärken, warum die Jubiläen eigentlich gefeiert werden.

Isolde Kalter (Mitte) wurde für ihr Engagement ausgezeichnet.
Isolde Kalter (Mitte) wurde für ihr Engagement ausgezeichnet.
Foto: Julia Zenglein

Auch ernste Themen gehören zu Isolde Kalters Tätigkeitsfeldern. So beschäftigt sie sich seit Jahren mit dem ehemaligen Außenlager des KZ Buchenwald im Neustadter Industriegebiet. Unter anderem konnte sie zwischenzeitlich das Tagebuch einer Inhaftierten ausfindig machen, das mittlerweile vom Ungarischen ins Deutsche übersetzt wurde.

Ortsjubiläen sind dazugekommen

Generell hat sich laut Isolde Kalter über die Jahre gar nicht so viel verändert. Zu den Ortsjubiläen seien einige dazugekommen. „Man bleibt nicht, weil man erfolgreich ist, sondern weil es Dinge gibt, die einen Fürsprecher brauchen.“ 

Lesen Sie auch:

Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: