Nikolausmarsch
Mit dem Nikolaus kam der Schnee
Mit einem Zweispänner fuhr der Nikolaus in Fürth am Berg vor. Wie aufs  Stichwort setzte leichter Schneefall ein und sorgte für eine ganz besondere Stimmung.
Mit einem Zweispänner fuhr der Nikolaus in Fürth am Berg vor. Wie aufs Stichwort setzte leichter Schneefall ein und sorgte für eine ganz besondere Stimmung.
Martin Rebhan
F-Signet von Martin Rebhan Fränkischer Tag
Fürth am Berg – Drauß’ vom Walde kam er her und brachte Schnee und Geschenke mit: der Fürther Nikolaus.

Freitagabend, himmlische Glockenklänge durchfluten Fürth am Berg. Ein mit rotem Mantel bekleideter „alter“ Mann mit einem sehr langen weißen Bart nimmt in einer Kutsche Platz und lässt sich durch den Neustadter Ortsteil chauffieren. Dass er nicht allein ist, sondern ihm ein enormer Tross an Kindern und Erwachsenen folgt, zeigt ganz offensichtlich, dass er nicht zum ersten Mal den Fürthern seine Aufwartung macht. Seine Identität kann er nicht verheimlichen: Es ist der Nikolaus, der während seiner Runde immer wieder seine erhabene Stimme erklingen und wissen lässt: „Drauß’ vom Walde komme ich her“.

Viele fleißige Helfer

Ziel ist wieder der Dorfplatz, den viele fleißige Helfer weihnachtlich geschmückt und vorbereitet haben und wo die zahlreichen Gäste des Fürther „Nikolausmarsches“ auch etwas zu essen und trinken bekommen. Wie aufs Stichwort setzt rechtzeitig Schneefall ein, der dem ganzen Ambiente eine besondere Note verlieh. Wie der Nikolaus (Gebhard Roschlau) verrät, habe er mit seinem „Chef“ gesprochen und um etwas Schnee gebeten. „Auf meinen Chef ist halt einfach Verlass“, hält der Mann im roten Mantel fest.

Seit 25 Jahren

Ein Jubiläum konnte man dieses Jahr in Fürth am Berg feiern. Vor 25 Jahren begab sich der Nikolaus das erste Mal auf den Weg durch Fürth am Berg. In all den Jahren ist die beliebte Veranstaltung nur im Jahr 2020 ausgefallen. Hinter dem „Nikolausmarsch“ stehen die Vereine aus Fürth am Berg, allen voran der Burgverein und der Obst- und Gartenbauverein. Dessen Vorsitzender Wolfgang Zarske erklärte, dass die Idee während eines Seminars entstanden sei, in dem es um die Dorferneuerung ging. Seither sei der Nikolausmarsch, der Teil der Dorfweihnacht ist, ein fester Bestandteil im Fürther Dorfleben.

Selbstredend war der Nikolaus nicht mit leeren Händen gekommen. Gespannt wartenden die Jungen und Mädchen, bis der Gabensack geöffnet wurde und der Nikolaus jedem Einzelnen eines von 75 liebevoll gepackten Geschenken überreichen konnte. Wie fast überall gab es ganz „Mutige“, die keine Hemmungen zeigten, den Nikolaus mit einem Gedicht zu erfreuen.

Es war selbstverständlich, dass der eine oder andere sein Heil eher auf dem Arm seiner Eltern, nicht selten auch beim Opa suchte. Und es gab Protagonisten, die das Ganze einfach verschliefen.

Glühwein gab’s umsonst

Wolfgang Zarske dankte vor allem Stefanie Pechtold und Marina Zarske, die beim Kreisjugendring einen Antrag auf Förderung eingereicht haben. Von hier aus gab es auch eine finanzielle Unterstützung, so dass die Gäste der Dorfweihnacht für Glühwein und Co. nicht in ihre Geldbeutel greifen mussten. Wolfgang Zarske bat aber um eine „großzügige“ Spende, da der Erlös aus der Veranstaltung eine wichtige Einnahmequelle für die Jugendarbeit in Fürth am Berg und für den Unterhalt der Jugendhütte sei.

Musikalisch wurde die Dorfweihnacht von der Mupperger Blasmusik umrahmt.

 

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