Comedy
Bonnie und Clyde im Stadtsteinacher Kneipentheater
Konrad Sauerteig und Anja Demuth als „Zwei wie Bonnie und Clyde“ beim Fahrtraining
Konrad Sauerteig und Anja Demuth als „Zwei wie Bonnie und Clyde“ beim Fahrtraining
Klaus Klaschka
F-Signet von Klaus Klaschka Fränkischer Tag
Stadtsteinach – Das Neuenmarkter Theater lockte Besucher ins TSV-Sportheim. Auf dem Programm stand mit „Zwei wie Bonnie und Clyde“ eine unterhaltsame „Zwei-Personen-Show“.

„Zwei wie Bonnie und Clyde“ spielte die Laienspielgruppe Neuenmarkt auf Einladung des Stadtsteinacher SPD-Ortsvereins in der voll besetzten Gaststätte des Stadtsteinacher TSV. Eine perfekte Sache für Gastronomie und Kultur nach den Anlaufschwierigkeiten nach dem Corona-Blackout.

Konrad Sauerteig schlüpfte in die Rolle des Mackers Manni/Clyde, Anja Demuth tippelte ihm als Chantal/Bonnie hinterher – und das schauspielerisch professionell. Dass da „Laien“ auftreten, davon war nichts zu merken.

Gendermäßig nicht ganz korrekt

Ein Kompliment auch an die Ausstatter des Stücks, für das Elisabet Nicklas und Claudia Zwerenz Regie führten: Manni in Jeans, ärmellosem Shirt unter der schwarzen Lederjacke, eine fette Kette um den Hals und Stiefel, die vorne spitz zulaufen; die unbedarfte Chantal in Ringelstrümpfen und über dem schwarzen BH ein durchsichtiges Obendrüber; nicht unbedingt sexy, zumindest aber ein Versuch.

Gendermäßig korrekt ist das Stück nicht: Trotz eingehender Planung eines vernunftbegabten „Herrn der Schöpfung“ scheitern die Überfälle an weiblicher Einfalt. Aber um Politik ging es den Stanicher Sozis bei ihrer alljährlichen Theaterveranstaltung nicht, sondern nur um einen vergnüglichen Abend. Und der war gewährleistet.

 

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