Zukunftsdorf
Landeswettbewerb: Silber für Thurnau
Den Gregori-Tanz hatten die Schulkinder beim Besuch der Jury aufgeführt.
Den Gregori-Tanz hatten die Schulkinder beim Besuch der Jury aufgeführt.
Foto: Werner Reißaus/Archiv
Alexander Hartmann von Alexander Hartmann Bayerische Rundschau
Thurnau – Thurnau ist beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ knapp an Gold vorbeigeschrammt.

Es hat nicht ganz gereicht: Nicht Gold, sondern „nur“ Silber hat der Markt Thurnau beim Landesentscheid des 27. Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen. Es ist dennoch ein riesiger Erfolg für die Töpfergemeinde, die sich als Bezirkssieger für das Finale qualifiziert hatte. Die Goldmedaille wird Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) nach der Entscheidung der Jury den Orten Huglfing (Landkreis Weilheim-Schongau), Meinheim (Weißenburg-Gunzenhausen) und Zedtwitz (Hof) verleihen, die Bayern 2023 beim Bundesentscheid vertreten.

Sieger in drei Sparten

Der Wettbewerb war in drei Sparten unterteilt – nach den Einwohnergrößen der Gemeinden. Thurnau gehörte zu den größeren Orten, bei denen Huglfing das Rennen gemacht hat. Die Töpfergemeinde ist eine von insgesamt sieben, die mit Silber bedacht werden, fünf weitere erhalten Bronze. Darüber hinaus wurden fünf Sonderpreise verliehen. Einer geht an Thurnau, das den Sonderpreis der Bayerischen Architektenkammer für „verantwortliches Weiterbauen im Bestand sowie die qualitätvolle Sanierung und Nutzung des Schlossbereiches“ bekommt. Mit dem Preis wird die vorbildliche Entwicklung im Ortskern gewürdigt.

Bürgermeister lobt Miteinander

Von einem „schönen Erfolg“ spricht Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU), der sich für die vielen Mitwirkenden aus zahlreichen Vereinen und Institutionen sowie der Schule freut, deren Engagement gewürdigt worden sei. Vor kurzem hatte eine 14-köpfige Bewertungskommission Thurnau besucht. Bei einem Rundgang war den Mitgliedern ein liebens- und lebenswerter Ort präsentiert worden. Diese erhielten auch ein Eindruck vom bunten sozialen wie kulturellen Leben sowie von der städtebaulichen Entwicklung. Dass der gesamte Ort bei dem Wettbewerb an einem Strang gezogen habe, stellte Bürgermeister Martin Bernreuther nun heraus. „Das ist neben der Silbermedaille der viel größere Gewinn.“

Söllner: „Besser geht es nicht“

Dass die Präsentation großartig war und Thurnau nicht nur Werbung für sich, sondern den gesamten Landkreis Kulmbach gemacht habe, stellte Landrat Klaus Peter Söllner (FW) heraus. Silber sei ein Erfolg, sagte Söllner, merkte nach der Jury-Entscheidung aber an: „Ich weiß nicht, was man machen muss, um Gold zu bekommen. Besser, als es Thurnau gemacht hat, geht es aus meiner Sicht überhaupt nicht.“

27.000 Teilnehmer in über 50 Jahren

Wie Ministerin Michaela Kaniber mitteilt, haben seit dem Start der Wettbewerbsrunde im Jahr 2019 alle teilnehmenden Gemeinden ein außergewöhnliches Engagement gezeigt, „um ihre Dörfer fit für die Zukunft zu machen“. Die Corona-Krise habe deutlich gezeigt, „wie wichtig die Gemeinschaft und das Miteinander in den Dörfern ist“. Ein Miteinander, das die Dörfer unter Beweis gestellt hätten. Der Wettbewerb sei „die bedeutendste Bürgerinitiative Bayerns“, die seit Jahrzehnten wirkungsvoll dazu beitrage, die Lebensqualität in den Gemeinden zu verbessern. In mehr als 50 Jahren hätten weit über 27.000 Dörfer mitgemacht.

Ehrung in Veitshöchheim

Die Ministerin wird allen 15 Siegerdörfern die Preise am 29. Oktober in Veitshöchheim bei einer Abschlussfeier überreichen. Die Landesbewertungskommission mit Fachleuten aus Verbänden, Institutionen und Kommunen hatte die Siegerdörfer aus allen Regierungsbezirken intensiv begutachtet. Insgesamt hatten sich am Wettbewerb, der alle drei Jahre stattfindet, 168 Dörfer beteiligt.

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