Haushalt
Plus bei Gewerbesteuer erfreut Marktschorgast
Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets belastet den Gemeindehaushalt nicht.
Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets belastet den Gemeindehaushalt nicht.
Foto: Jens Wolf/dpa
F-Signet von Werner Reißaus Fränkischer Tag
Marktschorgast – Kurz vor dem Jahresende hat der Gemeinderat Marktschorgast des Haushalt für 2022 verabschiedet. Dafür gab es Gründe.

Einen Haushalt für das laufende Jahr erst im November zu verabschieden, ist für den Marktgemeinderat Marktschorgast ungewöhnlich. Bürgermeister Marc Benker (CSU) lieferte dazu in der jüngsten Gemeinderatssitzung aber eine plausible Erklärung. So sei Kämmerer Christian Popp durch den Wechsel in der Geschäftsleitung und die Abrechnung des Gewerbegebiets sehr stark in Anspruch genommen worden.

Einstimmig verabschiedet

Das einstimmig verabschiedete Zahlenwerk umfasst 4,3 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und und gut 3,2 Millionen im Vermögenshaushalt. Bei der Gewerbesteuer darf die Marktgemeinde mit einer Einnahme von 1,2 Millionen Euro rechnen, rund eine halbe Million mehr als erwartet. Die Erschließung des Gewerbegebiets erfolgt über die Bayerngrund GmbH.

Wie Bürgermeister Benker erklärte, werde dadurch der Haushalt entlastet. „Ohne die Bayerngrund hätten wir nicht die weitreichenden Entscheidungen für ein neues Gewerbegebiet treffen können. Andernfalls wäre die dauernde Leistungsfähigkeit des Marktes Marktschorgast nicht gegeben, aber für die folgenden Haushaltsjahre müssen entsprechende Rücklagen und Tilgungen im Vermögenshaushalt gebildet werden.“

Keine Kredite geplant

Den Schuldenstand bezifferte Marc Benker zum Ende des Jahres 2022 auf 782.718 Euro: „Wir haben für 2022 keine Kreditaufnahme geplant und daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 567 Euro.“

Die allgemeine Rücklage betrug zum 1. Januar 535.000 Euro, und als erfreulich wertete es der Bürgermeister, dass aus der Jahresrechnung 2021 voraussichtlich 1,2 Millionen Euro der Rücklage zugeführt werden können. „Ich danke unseren Firmen und hoffe, dass sie gut durch die schwierigen Zeiten kommen“, sagte er.

In ihren Statements würdigten die Fraktionssprecher Gerd Homski (CSU), Dieter Schiphorst (FW) und Dieter Zeidler (SPD) vor allem die Arbeit von Kämmerer Christian Popp. Sie verwiesen auch auf die Zunahme bei den Gewerbesteuereinnahmen, die für die weitere Entwicklung der Marktgemeinde von Vorteil sind.

Lesen Sie auch:

Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: