Umweltaktion
Voller Einsatz für die Natur
Bei dem Umwelt-Event legten die Geo-Cacher neue Gräben an, die den seltenen Torfmooren wieder Wasser zuführen.
Bei dem Umwelt-Event legten die Geo-Cacher neue Gräben an, die den seltenen Torfmooren wieder Wasser zuführen.
Foto: Reißaus
F-Signet von Werner Reißaus Fränkischer Tag
Marktleugast – Geo-Cacher aus ganz Oberfranken kamen nach Hohenberg, um gemeinsam mit den Naturpark-Rangern an der Renaturierung eines Feuchtgebietes zu arbeiten.

Die Geo-Cacher sind schon ein besonderes Völkchen und eine bunt zusammengewürfelte Community-Gruppe. Sie waren an einem Samstag aus ganz Oberfranken in der Nähe des Marktleugaster Ortsteiles Hohenberg unterwegs, um sich auf eine besondere Art der Schatzsuche oder einfach ausgedrückt, auf eine GPS-Schnitzeljagd zu begeben: zur Renaturierung eines Feuchtgebietes.

Menschen für die Natur begeistern

Begleitet wurde die Gruppe von den beiden Naturpark-Rangern Ines Gareis und Jan van der Sant, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen für die Natur zu begeistern, Einheimische und Gäste über die ökologischen Besonderheiten zu informieren und für eine naturverträgliche Nutzung und Erholung zu werben. Mit Fachwissen und Engagement werben sie für die Schönheiten des Naturparks Frankenwald, arbeiten unter anderem auch wissenschaftlich, etwa durch das Monitoring geschützter Arten.

Schon drei Millionen Geo-Cacher weltweit

Was das abwechslungsreiche Geo-Caching angeht, soll es weltweit bereits rund drei Millionen Teilnehmer geben. Etwa 30 davon waren vor wenigen Tagen im Frankenwald auch zu einer Umweltaktion eingeladen, die von den Frankenwald-Rangern auch fachmännisch begleitet wurde.

Seit 2019 verstärken drei Ranger den Naturpark Frankenwald und sie sind die Gesichter des Naturparks. Sie tragen unter anderem dazu bei, wertvolle Geotope freizustellen oder Habitate so zu pflegen, dass der Frankenwald vielen geschützten Tier- und Pflanzenarten auch weiterhin als Lebensraum erhalten bleibt. Und diese Aufgabe verbanden Ines Gareis und Jan van der Sant mit den Geo-Cachern auf einem Grundstück, das der Landkreis Kulmbach zum Zwecke des Naturschutzes erworben hat und zu einem ehemaligen Feuchtgebiet renaturiert wird.

Die Suche der Geo-Cacher nach dem Logbuch

Aber zurück zu den Geo-Cachern: Ihre Verstecke werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mithilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Mit genauen Landkarten oder über entsprechende Apps auf dem Smartphone ist die Suche alternativ auch ohne separaten GPS-Empfänger möglich. Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie häufig auch verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Der Besucher kann sich in ein Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren.

Der Fund kann im Internet gemeldet werden

Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund kann im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt werden. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker oder der Eigentümer die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen.

Die Steuerberaterin Sabrina Bernhardt aus Helmbrechts hat von Anfang an Spaß an dem Geo-Caching gefunden: „Uns geht es darum, mit Hilfe von Koordinaten kleine Boxen zu finden, wo auch ein Logbuch drin ist. Dann schreibt man seinen Namen rein, dass man es gefunden hat. Es gibt Geo-Cacher, die Tausende von Boxen gefunden haben und andere nur 200. Wir haben dem Link für dieses Spiel im Internet gesehen und ich habe mich mit meinem Mann entschlossen, es einfach einmal zu probieren.“

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