Verkehr
Kauerndorf: Laster müssen draußen bleiben
Für Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen Gewicht heißt es ab kommenden Donnerstag auf der Schorgastbrücke in Kauerndorf „Stop“.
Für Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen Gewicht heißt es ab kommenden Donnerstag auf der Schorgastbrücke in Kauerndorf „Stop“.
Foto: Jochen Nützel
An einigen Stellen schaut bereits die verrostete Armierung hervor.
An einigen Stellen schaut bereits die verrostete Armierung hervor.
Foto: Jochen Nützel
Jochen Nützel von Jochen Nützel Bayerische Rundschau
Kauerndorf – Die Schorgastbrücke in Kauerndorf wird für den Schwerlastverkehr gesperrt. Die Laster müssen jetzt über eine andere Route ausweichen.

Dass die Brücke über die Schorgast in Kauerndorf schon seit einiger Zeit schwächelt, ist bekannt. Nun aber haben Überprüfungen ergeben: Der Zustand hat sich offenbar weiter verschlechtert. Die Konsequenz daraus: Die Brücke wird ab Donnerstag, 8. September, nur noch in eine Fahrtrichtung freigegeben – und für den Schwerverkehr über 7,5 Tonnen wird sie sogar komplett gesperrt.

Das staatliche Bauamt Bayreuth begründet den Schritt damit, dass sich „eine signifikante Schadensausbreitung an der Tragbewehrung“ gezeigt habe. Aus diesem Grund ist eine Entlastung nötig. Der Verkehr in Fahrtrichtung Trebgast bekommt wegen des angrenzenden Bahnübergangs Vorrang.

Fertig bis Ende 2024

Uwe Zeuschel. Amtsleiter und zugleich Bereichsleiter Straßenbau, bekundet, man habe die vehemente Verschlechterung des Zustands nicht erwartet. „Unser Entwurf für ein Ersatzbauwerk steht aber. Wir gehen davon aus, dass das bis Ende 2024 vollendet ist.“

Bis dahin sei oberste Priorität, aufgrund der statischen Gegebenheiten die Verkehrslast bestmöglich von der Brücke zu nehmen. Daher gilt es auch zu verhindern, dass bei geschlossener Bahnschranke und daraus resultierenden Rückstaus wieder schwere Lastwagen auf der Brücke zum Stehen kommen. Deswegen dauerten auch die Einschränkungen so lange, sagt Zeuschel. Der Schulbusverkehr bekomme für den Zeitraum eine Ausnahmegenehmigung. Und der Amtsleiter ergänzt: „Diese Baumaßnahme hat nichts mit der Ortsumgehung für Kauerndorf zu tun.“

Zu den Kosten ließen sich derzeit keine konkreten Angaben machen. „Es sind volatile Zeiten, fixe Preise für Stahl und auch Zement sind wegen der Energiepreise kaum vorherzusagen.“

Diverse Umleitungsstrecken

Wie es seitens der Behörde weiter heißt, werden derzeit die Umleitungsstrecken mit den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt. Es ist demnach vorgesehen, dass der Schwerlastverkehr auf der B289, der von Untersteinach kommt, künftig in Kauerndorf nicht mehr links abbiegen kann, sondern weitergeleitet wird über Kulmbach nach Leuchau (B85), Lindau (KU15) und Trebgast (St2182) bis Kauerndorf. Der Schwerverkehr auf der B303 soll über Neuenmarkt (St2183) und Trebgast (St2182) nach Kauerndorf geführt werden. Der Verkehr auf der St2182 aus Richtung Trebgast und weiter zur B289 soll analog der vorherigen Umleitungsbeschilderung – und je nach Fahrziel – entweder Richtung Wirsberg zur B303 und B289 oder über Leuchau zur B85 und B289 gelotst werden.

Was die Brücke angeht, so laufen die Planungen für den Ersatzneubau. Die notwendigen Untersuchungen des Untergrunds seien bereits abgeschlossen, ein geotechnisches Gutachten liege vor. Die Baufachleute wollen bis dahin die Brücke engmaschig überwachen.

Die jetzige Betonpfeilerbrücke wurde 1958 gebaut, nachdem drei Jahre zuvor eine Notbrücke errichtet worden war.

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