Energiekosten
Strompreis treibt Wasserpreis in die Höhe
Die Kasendorfer müssen bald mehr für ihr Wasser bezahlen.
Die Kasendorfer müssen bald mehr für ihr Wasser bezahlen.
Foto: nikkimeel/adobestock.com
F-Signet von Sonja Adam Fränkischer Tag
Kasendorf – Der Markt Kasendorf konnte in den vergangenen vier Jahren eine hohe fünfstellige Summe Überschuss im Bereich Wasserversorgung erwirtschaften. Trotzdem ist jetzt eine Gebührenerhöhung fällig.

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates legte Verwaltungsleiter Herbert Schmidt die Kalkulation der vergangenen Jahre vor. In diesem Zeitraum mussten weniger Unterhaltungsmaßnahmen getätigt werden als veranschlagt. Es gab weniger Rohrbrüche als eingeplant und auch die Sachkosten waren nicht so hoch wie kalkuliert.

In Kasendorf ist eine Überdeckung von 71.000 Euro entstanden

„Wir hätten den Wasserpreis um 13 Cent senken können“, rechnete Schmidt vor. Insgesamt ist so eine Überdeckung von 71.000 Euro entstanden. Dieses Polster wird jetzt aufgelöst. Doch es reicht bei weitem nicht aus, um die explosionsartig gestiegenen Stromkosten auszugleichen. Der Markt Kasendorf hat – wie auch viele andere Kommunen – an der Bündelausschreibung für Strom teilgenommen.

Wasserpumpen sind stromintensiv

Der Strompreis hat sich vervierfacht. Im Jahr 2025 ist noch eine Verdreifachung zu erwarten, im Jahr 2026 eine Verdoppelung. „Die Wasserversorgung ist nun einmal eine stromintensiv. Die Pumpen, um das Wasser aus den Brunnen zu pumpen, laufen mit Strom, ebenso wie die Pumpen im Hochbehälter“, erläuterte der Verwaltungsleiter.

Kasendorfer Rat hadert mit der Situation

Aufgefangen werden kann die Kostensteigerung nur durch eine Erhöhung der Wassergebühr im Kalkulationszeitraum 2023 bis 2026. Die wird künftig von aktuell 1,53 Euro pro Kubikmeter auf 2,06 Euro steigen. Der Rat haderte mit der Situation, hatte aber keine andere Wahl als der Preiserhöhung zuzustimmen. Die Wassergebühr wurde auf 2,06 Euro festgelegt, die Gebührensatzung geändert.

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