Ortsversammlung
Dorferneuerung: Neue Pläne für Kleinziegenfeld
Viele Bürger hatten sich zur Bürgerversammlung in Kleinziegenfeld eingefunden.
Viele Bürger hatten sich zur Bürgerversammlung in Kleinziegenfeld eingefunden.
Foto: Roland Dietz
Weismain – Die Kleinziegenfelder diskutierten lebhaft mit der Stadtspitze über die Dorferneuerung. Jedoch können nicht alle Ideen der Bürger umgesetzt werden.

Viele Kleinziegenfelder waren gekommen, um der Bürgerversammlung am Dorfplatz bei der Weismainquelle beizuwohnen. Im Mittelpunkt stand das weitere Vorgehen in der Dorferneuerung.

Dass es beiden Seiten am Herzen liegt, gemeinsame Lösungen bei Problemen zu suchen zeigte sich auch darin, dass neben Bürgermeister Michael Zapf auch Zweiter Bürgermeister Matthias Müller und die Stadträte Janine Brunecker, Anita Rauch und Johannes Ruß anwesend waren, um mit den Anwohnern zu reden.

Im Vorfeld der Versammlung hatte sich Ortssprecher Reinhard Schütz zusammen mit Bürgermeister Michael Zapf Gedanken gemacht, wie es weite gehen könnte. Dazu wurden die Anwohner schriftlich und zum Teil mündlich befragt. Festgestellt wurde, dass die Ansichten zu einer möglichen Ortsverschönerung teilweise weit auseinanderliegen.

Im Haushalt ist Geld eingeplant

„Es ist noch nichts in Stein gemeißelt“, meinte Bürgermeister Michael Zapf bei seiner Begrüßung. Wichtig sei es, die groben Ideen für eine Diskussionsgrundlage zu sammeln, um die Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Grundsätzlich trage das das Amt für ländliche Entwicklung 60 Prozent der Kosten, den Rest müsse wohl die Stadt Weismain übernehmen.

Dieser finanzielle Aufwand sei im Haushalt bereits berücksichtigt worden. Nachdem sich die Bürger geäußert haben, solle ein Planungsbeauftragter das Projekt weiterführen. Bei der Grundlagenermittlung habe die Stadt versucht, hohe Kosten zu vermeiden.

Ortssprecher Reinhard Schütz ergänzte dazu, dass die Anregungen für eine Planung heuer erfolgen sollten. Man werde auch im Flurbereinigungsverfahren weiterarbeiten, da zum Beispiel der geplante Weg hinunter zur Kapelle noch nicht verwirklicht sei. Gelungen sei dagegen die Planung für das Buswartehäuschen.

Doris Kinttof (Zweite von rechts) forderte mehr Attraktivität für Kleinziegenfeld bei der anstehenden Dorferneuerung
Doris Kinttof (Zweite von rechts) forderte mehr Attraktivität für Kleinziegenfeld bei der anstehenden Dorferneuerung
Foto: Roland Dietz

Für Diskussion sorgte die Instandsetzung des Ententeiches und des Entenhäuschens. Angeregt wurde, den Teich zur Säuberung wieder einmal auszubaggern, eine Umrandung mit einer Mauer oder einem Geländer anzubringen und den Teich besonders für Kinder attraktiver zu machen. Außerdem sollte die ausufernde Hecke beseitigt werden.

Bürgermeister Michael Zapf sprach sich für den Erhalt der Umrandung in natürlicher Form aus, auch ein Holzgeländer wäre vorstellbar. Geprüft werde, ob das Ausbaggern möglich sei, ohne den darin lebenden Mikroorganismen zu schaden. Die Einwohner meinten, dass das Wasser im Teich stärker zirkulieren sollte, um den Algenwuchs zu verhindern. Gefordert wurde auch, die Fläche vor dem Weiher zur Straße hin anzugleichen, um das Mähen zu erleichtern.

Kneippbecken zu teuer

Eine Absage erhielt die Überlegung, hinter dem Buswartehäuschen eine Sitzbank aufzustellen. Auch die Anlage eines Kneippbeckens wäre zu teuer. Weil die Auffassungen zur Neugestaltung des Dorfplatzes mit der eingefassten Weismainquelle im Mittelpunkt zu weit auseinanderliegen, werde der Planer aufgefordert, zwei Vorschläge zu unterbreiten.

Es allen recht zu machen, werde kaum möglich sein, sagte Bürgermeister Zapf. Die Bevölkerung und auch die Teilnehmergemeinschaft würden gehört, doch die Entscheidung treffen der Stadtrat.

Löschzugang mit Ansaugstelle für die Feuerwehr

Ortssprecher Reinhard Schütz merkte an, dass die Überlegungen zum Bau einer Überdachung wieder verworfen worden seien. Wichtig sei allerdings ein Löschzugang mit Ansaugstelle für die Feuerwehr. Wünschenswert wäre es, die bisherige Steinfassung wiederzuverwenden, da sie aus Steinen vom Kleinziegenfelder Steinbruch stammen und somit das Ortsbild prägten.

Überprüft werden solle der Standort der Infotafeln. Sehr kontrovers wurde auch die Frage nach Parkplätzen im Ortsbereich. Da Autos außerhalb bleiben sollten, sollten diese auch nicht ausgewiesen werden.

Doris Kinttof forderte, bei der Gestaltung die Attraktivität des Orts für Einwohner wie Besucher in den Vordergrund zu stellen. Bürgermeister Michael Zapf regte an, den Platz so zu gestalten, dass dort Veranstaltungen abgehalten werden könnten. „Auf die Anwohner werden keine Kosten zukommen “, versicherte Zapf. Mit einem Baubeginn sei vor 2022 nicht zu rechnen.