Treffpunkt
Aus dem Spielzeugladen wird ein Café
Zeitweilig im Dornröschenschlaf versunken war das frühere Ladengebäude (Mitte) in direkter Nachbarschaft zum  Staffelsteiner Rathaus. Ein  Antrag sieht nun die Neunutzung des Erdgeschosses als Café vor.
Zeitweilig im Dornröschenschlaf versunken war das frühere Ladengebäude (Mitte) in direkter Nachbarschaft zum Staffelsteiner Rathaus. Ein Antrag sieht nun die Neunutzung des Erdgeschosses als Café vor.
Foto: Matthias Einwag
Bad Staffelstein – Dornröschenschlaf beendet: Es gibt bald einen neuen Gastronomiebetrieb, wo Staffelsteiner einen Cappuccino schlürfen können.

Das Geschäft der mittlerweile verstorbenen Anneliese Walter am Marktplatz in Bad Staffelstein besaß Kultcharakter. Jeder kannte den Laden, in dem es allerhand Spielsachen und Andenken zu erwerben gab. Nach einem zeitweiligen Dornröschenschlaf wird dem Anwesen nun neues Leben eingehaucht – und zwar auf gastronomischer Ebene. Der Bauausschuss widmete sich in seiner Sitzung nun einem entsprechenden Bauantrag.

Platz für 30 Gäste

Im Ober- sowie im Dachgeschoss des Gebäudes sollen dem Umbauantrag zufolge jeweils Wohnräume entstehen. Viel interessanter für die Allgemeinheit sein dürfte allerdings die Tatsache, dass der Antragsteller im Erdgeschoss die Errichtung eines Cafés mit rund 30 Plätzen plant. Wie Bauamtsleiter Michael Hess in der von Zweitem Bürgermeister Hans-Josef Stich (CSU) geleiteten Sitzung im Mehrzweckraum der Adam-Riese-Halle ausführte, sind an der dem Marktplatz zugewandten Häuserfront des Anwesens wieder Glasscheiben-Elemente angedacht. Die Änderungen im Obergeschoss bezeichnete Hess als „marginal“, die bisherige Anordnung der Fenster soll gleich bleiben.

Woher die Parkplätze nehmen?

Eigentlich sind zwei Stellplätze nötig für das Vorhaben. Doch sind Zweiter Bürgermeister Stich und die Mitglieder des Bauausschusses Realisten und sprachen deshalb die Schwierigkeit an, im Ortszentrum dafür Raum zu generieren. „Natürlich wäre es schön, wenn der Antragsteller hier eine Lösung fände, ansonsten wäre halt eine Ablösung notwendig“, so Zweiter Bürgermeister Stich hierzu pragmatisch. Nach einigen Wortmeldungen, die das Umbauprojekt als „Aufwertung in der Innenstadt“ lobten, stimmte das Gremium schließlich ohne Gegenstimme dem vorgelegten Bauantrag zu.

Neue Nachbarn bekommen die Bürger im Kunigundenweg, wo in direkter Nähe zur Auwaldstraße auf einem rund 1300 Quadratmeter messenden Areal drei zusammenhängende dreigeschossige Reihenhäuser geplant sind. Der künftige Reihenhaus-Komplex mit Satteldach weist eine Länge von 24,35 Metern auf, die bebaute Grundfläche beträgt 340 Quadratmeter. Auf einer Gesamtlänge von 27 Metern entstehen sechs Fertigteil-Garagen mit Flachdach. Vor dem Hintergrund, dass die Bahnlinie am künftigen Bauareal direkt vorbeiführt, wird der Garagenkomplex quasi zugleich als Lärmschutz dienen.

Baulücke wird geschlossen

Die Planungen beinhalten außerdem die Errichtung von drei Pkw-Stellplätzen. „Ich sehe das Ganze positiv, hier wird eine Baulücke geschlossen“, fand Walter Mackert (CSU). Das Gremium votierte einstimmig für den Antrag.

Mit ihrem Vorhaben loslegen kann auch die evangelische Kirchengemeinde: Im Gemeindehaus in der Balthasar-Neumann-Straße will man im Obergeschoss die Räume zu Büros umbauen und reichte hierzu einen Änderungsantrag ein. „Äußerlich ändert sich nichts“, meinte Bauamtsleiter Hess lapidar. Keine Überraschung war daher der auch hier einstimmige Beschluss.

Weiterhin auf der Tagesordnung stand eine Tektur zum bereits genehmigten Bauantrag zur Errichtung einer Güllegrube in Grundfeld. Die neue Planung sieht einen Durchmesser der Güllegrube von 20 Metern statt wie bisher 24 Metern vor, dafür reicht sie mit nun sechs Metern etwas tiefer als ursprünglich geplant in den Boden hinein. Das Gremium befürwortete die Anpassung des Bauantrags.

Zwischen Ebensfeld und Unterneuses werden im Bebauungsgebiet „Gewerbegebiet Nord III“ mit dem derzeit laufenden Verfahren die Voraussetzungen für eine Vergrößerung der Gewerbegebietsfläche geschaffen. Im Zuge der derzeitigen frühzeitigen Beteiligung wird nun der Bauausschuss der Stadt Bad Staffelstein um Stellungnahme aus Sicht der Nachbarkommune gebeten. Mit einer Gegenstimme wurde beschlossen, in Richtung des Marktes Ebensfeld zu signalisieren, dass die Belange der Stadt Bad Staffelstein hierdurch nicht tangiert werden.