Großprojekt
Sankt-Georgs-Kirche wird barrierefrei
Kirchenpflegerin Maria Wiehle (links) informierte über die Baugeschichte des neuen Wirtschaftsgebäudes und des barrierefreien Zugangs zur Pfaffendorfer Sankt-Georgs-Kirche. Pater Kosma Rejmer (rechts) stellte Bauwerk und Weg unter den Segen Gottes.
Kirchenpflegerin Maria Wiehle (links) informierte über die Baugeschichte des neuen Wirtschaftsgebäudes und des barrierefreien Zugangs zur Pfaffendorfer Sankt-Georgs-Kirche. Pater Kosma Rejmer (rechts) stellte Bauwerk und Weg unter den Segen Gottes.
Foto: Bernd Kleinert
Altenkunstadt – Die Pfaffendorfer Sankt-Georgs-Kirche war lange unzugänglich für Menschen mit Behinderung. Das hat sich zur Freude der Bürger jetzt geändert.

Mit dem Bau eines Wirtschaftsgebäudes mit behindertengerechten Toiletten neben der Sankt-Georgs-Kirche und eines barrierefreien Wegs zum 1718 unter der Regie des Langheimer Abtes Gallus Knauer errichteten Gotteshaus ist für die katholischen Christen in Pfaffendorf ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen.

Großprojekt für 169 000 Euro

„Das war für uns ein Großprojekt, denn die Baukosten beliefen sich auf immerhin 169 000 Euro. Und unsere kleine Filialgemeinde zählt halt nur 115 Seelen“, erklärt Kirchenpflegerin Maria Wiehle. Im Beisein von zahlreichen Gläubigen stellte Pater Kosma Rejmer im Anschluss an den Kirchweihgottesdienst das neue Gebäude unter den Segen Gottes.

Auch wenn die Kosten hoch sind, einen Luxus geleistet hat sich die katholische Kirchengemeinde Pfaffendorf mit dieser Baumaßnahme nicht. Vor allem die WC-Anlage liegt Maria Wiehle am Herzen, wobei sie nicht nur an die Gottesdienstbesucher denkt. „In unregelmäßigen Abständen finden in unserer schönen Kirche auch Konzerte statt.

Gestaltet werden sie von Chören und Solisten, die oftmals eine weite Anreise haben und schon Stunden vor Beginn zum Proben ins Gotteshaus kommen“, erzählt sie. Von den Nachbarn könne man dann unmöglich erwarten, dass sie stets für die Gäste ihre Toiletten zur Verfügung stellen.

Das könnte Sie auch interessieren: 

Kein „rausgeschmissenes Geld“

Der mit Schiefer gedeckte Neubau beherbergt einen Geräteraum. Auch das ist Wiehle zufolge kein „rausgeschmissenes Geld“, denn nun müsse man Gerätschaften wie den neu angeschafften Rasenmäher und die Fahnenstangen nicht mehr bei Bürgern des kleinen Dorfes abstellen.

„Jetzt können wir sie dort lagern, wo sie bei Bedarf zum Einsatz kommen. Das erleichtert unseren Helfern die Arbeit gewaltig“, freut sich die Kirchenpflegerin. Dankbar ist sie für den Wasseranschluss im Umfeld der Kirche: „Jetzt müssen wir das kostbare Nass nicht mehr beim Nachbarn holen oder von zu Hause mitbringen.“

Im Rahmen des Bauprojekts entstand auch ein barrierefreier Weg vom Brunnen zur Kirche. „Damit wollten wir älteren Gemeindemitgliedern und Menschen mit Behinderung entgegenkommen, für die der Zugang zum Gotteshaus über die Steintreppe zu beschwerlich oder gar unmöglich ist“, erläutert Maria Wiehle.

Ein Lob auf Projektmanager Michael Ronalter

Bei der Segensfeier am Kirchweihsonntag dankte sie allen, die das große Projekt unterstützt haben. Ein besonderes „Vergelt´s Gott“ galt dem Erzbischöflichen Ordinariat mit Diözesan-Architekt Sandro Selig: „Ohne die maßgebliche Beteiligung der Diözese an den Kosten hätten wir die Baumaßnahme niemals verwirklichen können.“

Wiehle lobte den Projektmanager Michael Ronalter aus Pfaffendorf, der sich mit großem Engagement in das Bauprojekt eingebracht habe: „Sein unermüdlicher Einsatz ging weit über seinen Auftrag hinaus.“ Dank sagte sie den beteiligten Firmen, die zuverlässig gearbeitet hätten. Mit Worten aus der Heiligen Schrift und einem Gebet bat Pater Kosma Rejmer um Gottes Segen für das neue Wirtschaftsgebäude, den barrierefreien Weg und alle, die die neuen Einrichtungen nutzen.