Schweres Gewitter
Unwetter fegt über den Landkreis Lichtenfels
Bei Wetterlagen wie in der Nacht zum Montag wird in Lichtenfels die Dispogruppe „Starkregen“ eingerichtet. Unser Bild zeigt sie bei den Einsätzen Anfang Juni.
Bei Wetterlagen wie in der Nacht zum Montag wird in Lichtenfels die Dispogruppe „Starkregen“ eingerichtet. Unser Bild zeigt sie bei den Einsätzen Anfang Juni.
Foto: Markus Witzgall/Feuerwehr
LKR Lichtenfels – Im Kreis Lichtenfels ist in der Nacht zum Montag ein schweres Gewitter niedergegangen. Kam es erneut zu Überflutungen?

Die Wassermassen und der Sturm richteten zum Glück nur wenig Schaden an. „Wir hatten die Dispogruppe Starkregen schon wieder zusammengezogen“, sagt Kreisbrandrat Timm Vogler. Doch auf sie wartete nicht viel Arbeit.

„Es gab nur zehn Einsätze“, zieht Vogler Bilanz. Und die seien nur harmloser Natur gewesen: „Es gab einige Keller, in denen stand einige Zentimeter das Wasser, dazu fielen einige Bäume um.“ So konnte die Dispogruppe, die ihren Sitz im Feuerwehrhaus Lichtenfels hat, schnell wieder aufgelöst werden.

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Man arbeitet in solchen Situationen nach einer Struktur, die nach den zwei schweren Starkregenereignissen 2014 in Mistelfeld und 2017 in Altenkunstadt erarbeitet wurde.

Da man nicht genau weiß, wen es wie heftig treffen wird, zieht die Feuerwehr in einem solchen Fall alle Kräfte zusammen und unterstellt sie einer landkreisweiten Führung. „Wir priorisieren dann die Notrufe und teilen die Leute so auf, dass man am besten helfen kann.“ So kann es durchaus sein, dass vor dem vollgelaufenen Keller eine Wehr aus einem ganz anderen Teil des Landkreises auftaucht.

Anfang Juni über 100 Einsätze

Anfang dieses Monats hatte es vier Tage lang heftige Niederschläge gegeben, dadurch liefen über 100 Einsätze bei den Feuerwehren im Landkreis auf, die über die Dispo-Gruppe gesteuert wurden.

Bundesweit kam es zu größeren Schäden durch Blitzeinschläge und Verkehrsunfälle.