Corona-Verstöße
Kreis Lichtenfels: Viel Leichtsinn an Ostern
Verstöße gegen Corona-Regeln hielten die Polizei über Ostern auf Trab.
Verstöße gegen Corona-Regeln hielten die Polizei über Ostern auf Trab.
Foto: Friso Gentsch/dpa
LKR Lichtenfels – Mit den Corona-Regeln hielten es viele Menschen über Ostern nicht so genau.

"Wir haben eine deutliche Zunahme der Verstöße registriert und es waren vor allem junge Leute betroffen", sagt Erich Günther, Leiter der Polizei Lichtenfels. Über Ostern häuften sich die Verstöße gegen die aktuell geltenden Corona-Bestimmungen

Am Karfreitagnachmittag etwa erhielt die Polizeistation Bad Staffelstein eine Mitteilung über mehrere feiernde Personen am "Weißen Kreuz". Sieben Personen fand die Polizei vor. Weitere Personen hatten zuvor die Flucht ergriffen. Ein 25-Jähriger, der einen Alkoholwert von 1,7 Promille aufwies, beleidigte vor Ort die Beamten. Die Feiernden hielten weder den vorgeschriebenen Abstand ein, noch trugen sie Masken.

Landratsamt legt Strafen fest

Auch am Karsamstag gingen wie erwartet unzählige Mitteilungen bei der Polizei wegen möglicher Verstöße gegen die "Corona-Regeln" ein. Oft waren bei den Überprüfungen und Kontrollen keinerlei Verstöße festzustellen, dennoch werden 16 Ordnungswidrigkeitenanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz an das Landratsamt weitergeleitet. Zum einen waren es Angler, überwiegend aus einem anderen Bundesland, welche sich nicht an die Abstandsregeln hielten und es zu einer verbotenen Menschenansammlung kam, zum anderen waren es vier Bekannte, die zusammen eine "Shisha" rauchten.

Am späten Freitagnachmittag wurde eine Streife der Polizei Lichtenfels auf eine sechsköpfige Personengruppe aufmerksam, die sich vor der Kapelle am Kapellenberg aufhielt, ohne Abstand und ohne Maske. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass die Personen aus sechs verschiedenen Haushalten stammten. Auch sie erhalten jeweils eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Nachts mit Baken unterwegs

Am Montag, gegen 02.40 Uhr, teilten Anwohner von Oberwallenstadt der Polizei telefonisch mit, dass Jugendliche mit Warnbaken durch die Gegend laufen. In der Frankenstraße konnte die Polizei einen 22-jährigen Lichtenfelser finden. Unweit von ihm lag eine Warnbake in einem Vorgarten eines Anwesens. Kurz darauf fiel auf, dass ein 23-Jähriger neben einer Hecke lag. Nach kurzer Flucht konnte auch dieser festgehalten werden. Der dritte im Bunde, ein 18-jähriger Lichtenfelser, konnte im hinteren Teil des Gartens mit einer weiteren Warnbake angetroffen werden.

Die Sicherungsbaken waren von den drei Dieben von einer Baustelle in der Alten Reichsstraße mitgenommen worden. Von den Beamten wurde die "Rückführung" der Warnbaken zur Baustelle überwacht. Neben der Diebstahlsanzeige erwartet die drei auch eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz, da sie gegen die geltende Ausgangssperre verstoßen haben.