Geburtstag
Ein geschätzter Lokalpolitiker wird 80
Peter Dietz in seinem Element: dem Dirigieren
Peter Dietz in seinem Element: dem Dirigieren
Foto: Mathias H. Walther
Lichtenfels – Peter Dietz, der Sozialdemokrat mit Leib und Seele und gelernte Pädagoge, ist auch Buchautor, Politiker, Komponist, Chorleiter und Dirigent.

Wie beschreibt man einen Mann, über den schon so viel gesagt und geschrieben wurde? Einen Lichtenfelser, der Pädagoge und Buchautor, Politiker, Komponist und Musiker, Chorleiter und Dirigent ist. Einer, der bis heute diskussionsfreudig ist – kritisch und selbstkritisch, mahnend und mitunter zweifelnd – sich aber nie in ein Thema verbeißend. Peter Dietz, dessen Meinung in den Gremien, in denen er ehrenamtlich wirkte, stets gefragt war, gilt heute noch – nunmehr 80 Jahre alt – als belesener, zutiefst gläubiger und durch die Sozialdemokratie geprägter Gesprächspartner. Als einer, der immer schon dafür bekannt war, mit fundierter Kritik nicht hinterm Berg zu halten – immer fair, nie verletzend.

Sozialdemokratisches Urgestein

Eine Eigenschaft, die dem Kommunalpolitiker Peter Dietz – der dem Kreistag ebenso wie dem Stadtrat über drei Jahrzehnte angehörte – immer wieder anerkennend bestätigt wurde. Peter Dietz gilt in Lichtenfels als sozialdemokratisches Urgestein. Seit mehr als 50 Jahren ist er Mitglied der SPD. Als Ehrenmitglied im Ortsverein manchmal unbequem, aber stets aufrichtig.

Peter Dietz wurde am 14. August 1941 als zweites Kind von Irma und Richard Dietz in Lichtenfels geboren. Nach dem Besuch der damaligen Oberrealschule studierte er an den Universitäten Nürnberg, Erlangen und Würzburg Pädagogik, Sonderpädagogik, Theologie und Philosophie. Über 40 Dienstjahre als Sonderschullehrer und Religionslehrer folgten. In dieser Zeit engagierte sich Peter Dietz kommunalpolitisch, lange Zeit in führender Funktion.

Sein Wort gilt

Auch bei politisch Andersdenkenden genießt Dietz hohes Ansehen. Man schätzt ihn als Politiker, dessen Wort stets gilt und der bereit ist, zum Wohle der Allgemeinheit auch einmal über den eigenen parteipolitischen Schatten zu springen. Auch gewerkschaftlich hat sich Dietz engagiert. Als Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Kreisverband Coburg war er auch lange Zeit Mitglied im Vorstand des DGB-Kreisverbandes Lichtenfels.

22 Jahre war Peter Dietz alt, als er am 1. Januar 1963 in die SPD eingetreten ist. „Für mich war es die Partei, die am besten geeignet war, sozialpolitisch etwas zu bewegen.“ Es waren Männer wie Kurt Schumacher und Willi Brandt, die prägend für die Politik der Partei waren. Peter Dietz hat sich jedoch nicht nur kommunalpolitisch und gewerkschaftlich in seiner Heimatstadt eingebracht, auch als Mitglied des Kirchenvorstandes war der gläubige Protestant zwölf Jahre in Lichtenfels aktiv.

Seine ganze Liebe galt von frühester Jugend an der Musik. Als erstes erlernte er das Geigenspiel. Auch dem Chorwesen widmete sich der Jubilar viele Jahre lang bis heute. Mit dem Awo-Chor Lichtenfels hatte er zahlreiche Auftritte in ganz Oberfranken und in der Oberpfalz sowie Gastspiele in der französischen Partnerstadt Cournon.

Kulturträger am Obermain: Awo-Chor

Der von Peter Dietz 1988 in Leben gerufene Chor avancierte mit politischem und christlichem Liedgut zu einem der Kulturträger am Obermain. Unvergessen sind auch die Kompositionen, die Dietz für Vokal- und Instrumentalmusik abgeliefert hat. So etwa die Werke „Der Kosmopolit“ und „Der verlorene Sohn“, sein 2002 uraufgeführtes Oratorium „Bonhoeffer“ oder die „Messa da Requiem“. In all diesen Werken spiegelt sich seine politische Anschauung ebenso wider wie seine tiefe Religiosität. Seit 1967 ist er mit seiner Frau Annemie, einer geborenen Rössert aus Bamberg, verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Töchter sowie zwei Enkel, die natürlich heute zum 80. Geburtstag in der Bamberger Straße 51 neben anderen Gratulanten erwartet werden.